Viele Interessierte beim Info-Abend
Mehr Rückwind für die Windenergie

Senden -

Das Thema Windenergie soll angefacht werden – deshalb hatten Gemeinde und Politik zum Info-Abend ins Rathaus eingeladen. Rund 120 Gäste zeigten, dass das Interesse groß ist. Gleiches gilt für den Informationsbedarf.

Freitag, 30.01.2015, 19:01 Uhr

Bei der Windenergie herrschte in Senden bisher Flaute, während sich in anderen Kommunen längst die Rotorblätter drehen. Verwaltung und Politik, die sich seit Längerem, aber kaum spürbar, mit diesem Thema beschäftigen, investieren jetzt viel Energie, um den Einstieg in die regenerative Energie anzufachen. Informationen liefern und wohl auch Aufbruchstimmung wecken – diesem Zweck galt eine Versammlung, zu der Bürger am Donnerstagabend ins Rathaus eingeladen waren.

Rund 120 Besucher lieferten den sichtbaren Beweis dafür, dass die Segel in Richtung Windkraft gesetzt werden könnten. Dass das notwendig ist, um die Einsparziele bei den Treibhausgasen überhaupt erreichen zu können, betonte Anja Aster von der EnergieAgentur NRW: „Windkraft ist eine tragende Säule.“ In ganz Nordrhein-Westfalen soll ihr Anteil an der Stromversorgung von bisher vier auf 15 Prozent im Jahr 2020 vervielfacht werden.

Umlagert waren die Stellwände mit den Karten, die die Konzentrationszonen für Windkraftanlagen zeigen.

Umlagert waren die Stellwände mit den Karten, die die Konzentrationszonen für Windkraftanlagen zeigen. Foto: di

Dabei stehen die Kommunen in der Pflicht. Sie müssen in ihren Flächennutzungsplänen der Nutzung der Windenergie „ausreichend substanziell Raum“ belassen, leitete Jens Peter Huesmann , dessen Planungsbüro die Gemeinde betreut, als zweiter Referent des Abends seinen Vortrag ein. Im Klartext bedeute dies, dass die Gemeinde sich der Windkraft unter positiven Vorzeichen widmen solle, welcher Flächenumfang aus Sicht des Landes dafür angesetzt werden müsse, sei nicht festgelegt worden.

Mit rund 120 Gästen war der Info-Abend gut besucht.

Mit rund 120 Gästen war der Info-Abend gut besucht. Foto: di

Huesmann widmete sich der Frage, wo geeignete Konzentrationszonen für Windkraftanlagen im Gemeindegebiet liegen könnten. Dieses Verfahren solle „Wildwuchs vermeiden“, so der Fachplaner, der einräumte, dass es im gesamten Außenbereich potenziell möglich sei, ein Windkraftwerk zu errichten. Die Gemeinde könne diesen Prozess aber steuern. Durch das Ausweisen von Zonen wird der Bau von Windenergieanlagen in den übrigen Teilen des Gemeindegebietes ausgeschlossen.

Am Ende des mehrstufigen Verfahrens, bei dem harte und weiche Faktoren abgewogen werden, könnten 23 Parzellen mit jeweils mehreren 150 Meter hohen Anlagen entstehen.

Am Wind, das machten Aster und Huesmann deutlich, mangelt es in Senden nicht. Der Ertrag steige mit der Höhe der Windräder.

Die Karten mit den Konzentrationszonen finden sich online unter www.gemeinde-senden.de/klimaschutz-und-energie/windenergie

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