Hof Grothues-Potthoff setzt mit Hotel vor allem auf Tagungsgäste
Barocker Besuchermagnet

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Barocker Besuchermagnet: Ganzen Scharen, die den Hotelneubau bestaunen, begegnet, wer am Wochenende den Hof Grothues-Potthoff zum Brötchen- oder Spargelkauf ansteuert. Eine Standortstärkung für Senden.

Freitag, 08.05.2015, 18:00 Uhr aktualisiert: 08.05.2015, 18:17 Uhr
Hotel wie ein Herrenhaus: Die Architektur orientiert sich an Formensprache und Material westfälischer Barockbaumeister.
Hotel wie ein Herrenhaus: Die Architektur orientiert sich an Formensprache und Material westfälischer Barockbaumeister. Foto: ma

Das Hotel mit seinen 60 Zimmern besticht vor allem durch den modernen Luxus der Innenarchitektur auf 5555 Quadratmetern Nettogeschossfläche. In der in Sandstein- und Brauntönen heimischer Hölzer gehaltenen Suite setzt die große runde Badewanne mitten im Raum Akzente. „Die Farben der Region sollen sich im Raumkonzept widerspiegeln“, unterstreicht Elmar Grothues .

An den Architekten stellte der Juniorchef des Familienunternehmen vor allem die Bedingung: „Das Hotel muss sich architektonisch trotz der Größe in den Rest des Hofes mit Hofcafé und Hofladen einfügen und dessen Strukturen aufnehmen.“

Dabei konnte Architekt Eckhard Scholz Ideen seines Vaters aufnehmen, der schon 2006 am Hotelkonzept mitarbeitete. Als Abschlussarbeit von Pia Tekaat, Schwester des Juniorchefs, zur Hotelfach-Betriebswirtin konzipiert, schlummerten die Pläne über Jahre in der Schublade.

Und wurden auch seit dem ersten Spatenstich oft durch den Familienrat – die Eltern Grothues und die vier erwachsenen Kinder mit Ehepartnern – über den Haufen geworfen.

Die größten unternehmerischen Chancen sieht Elmar Grothues im Business-Tourismus: Die Ausrichtung des 60-Zimmer-Hauses wandelte sich vom Tourismus-/Wellness- zum Tagungshotel: „80 Prozent der Anfragen kommen von Firmen, die hier tagen wollen“, lautet eine Zwischenbilanz des 31-Jährigen. Die Konsequenz: „Wir haben den geplanten Kosmetikbereich gestrichen“, so Elmar Grothues. Zugunsten eines separaten Bar-Bereichs. 350 Quadratmeter ist der Tagungs- und Bankettsaal groß, lässt sich in drei Räume trennen mit einer Maximalbestuhlung von 200.

Auch das gastronomische Konzept hat die Familie während der 19-monatigen Bauphase auf dem ehemaligen Erdbeeracker neu überdacht: Anstatt im Hotel nur einen Frühstücksbereich mit Kalter Küche zu etablieren und die Gäste zum Abendessen ins Hofcafé zu schicken, entstand ein gehobener Restaurantbereich im Hotel, auch für Gäste von außerhalb.

Was für die Bauarbeiter noch zu tun bleibt: „Der Wellnessbereich ist zwar noch nicht fertig, aber wir sind zuversichtlich, im Herbst das ganze Hotel nutzen zu können.“

Ob sich das Unternehmen Grothues-Potthoff, dessen Hof- und Familiengeschichte sich bis 1253 zurückverfolgen lässt, mit der Entscheidung für das Hotelprojekt wohlfühlt, hängt von der Akzeptanz ab. Die mit Abstand größte Investition in der Firmen- und Familiengeschichte bleibt für Elmar Grothues deshalb „ein unternehmerisches Wagnis“.

Das Konzept scheint aufzugehen: Diesen Schluss lassen jedenfalls die Buchungszahlen der ersten Wochen bereits zu.

Unsere mit Abstand größte Investition bleibt ein Wagnis.

Elmar Grothues
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