Kommunen übernehmen Gas- und Stromnetz
Netzgesellschaft geht an Start

Senden -

Acht Kommunen im Kreis stehen jetzt kurz davor, das Gas- und Stromnetz zu übernehmen. Den Durchbruch nach zähen acht Jahren teilten die Beteiligten im Sendener Rathaus mit.

Dienstag, 30.06.2015, 10:06 Uhr

Die acht beteiligten Kommunen und der strategische Partner Gelsenwasser sowie Beratungsunternehmen waren im Rathaus bei der Pressekonferenz vertreten.
Die acht beteiligten Kommunen und der strategische Partner Gelsenwasser sowie Beratungsunternehmen waren im Rathaus bei der Pressekonferenz vertreten. Foto: di

Ein Verfahren, das vor acht Jahren begann, wurde nun beendet: Die Münsterland Netzgesellschaft , gleichsam als Stadtwerke für acht Kommunen im Kreis Coesfeld , nimmt Fahrt auf. Dass die letzten Hürden genommen wurden, haben die Beteiligten des Großprojektes am Montag im Rathaus mitgeteilt.

Dort betonte Bürgermeister Alfred Holz als Partner und Gastgeber,  dass dieser Zeitraum nicht darauf zurückzuführen sei, dass die bürokratischen Mühlen so langsam mahlen. Sondern es mussten wirklich dicke Bretter gebohrt werden. Das Vorhaben, die Strom- und Gasnetze wieder unter kommunale Regie zu stellen, habe sich als „umfangreicher und komplizierter“ entpuppt als zu Anfang erwartet.

Vorrangiges Ziel der acht Gemeinden sei es nicht, Erlöse zu erwirtschaften – „das tut man auch gerne“, so Holz – , sondern als Mit-Eigentümer, Einfluss auf die Netze zu erhalten.

Erst am vorigen Donnerstag hat der Rat in Senden dem Beitritt zur Münsterland Netzgesellschaft zugestimmt. Die weiteren Kommunen sind Ascheberg, Billerbeck, Havixbeck, Lüdinghausen, Nordkirchen, Olfen und Rosendahl, als ihr strategischer Partner fungiert die Gelsenwasser AG.

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