Gemeinde erwägt Leasing von drei Elektrofahrzeugen:
„Elektrisierender“ Klimaschutz

Senden -

Bisher werden Dienstfahrten von den Mitarbeitern des Sendener Rathauses mit Privatwagen absolviert. 30 000 Kilometer im Kurzstreckenbereich könnten künftig mit umweltschonenden Elektrofahrzeugen zurückgelegt werden.

Montag, 13.07.2015, 17:07 Uhr

Über die Installation von Ladestationen für Elektroautos haben sich Klimaschutzmanager Jonas Deuter (r.) und Bauhofchef Erich Holtschulte (Mitte) bei einem Mitarbeiter des Herstellers „the new motion“ informiert.
Über die Installation von Ladestationen für Elektroautos haben sich Klimaschutzmanager Jonas Deuter (r.) und Bauhofchef Erich Holtschulte (Mitte) bei einem Mitarbeiter des Herstellers „the new motion“ informiert. Foto: sff

Grünes Licht hat der Gemeinderat zwar noch nicht gegeben. Doch das Vorhaben „Elektroautos fürs Sendener Rathaus“ nimmt allmählich Fahrt auf. Denn Klimaschutzmanager Jonas Deuter hat in den vergangenen Monaten schon eine „Route“ für das umweltschonende Mobilitätsprojekt vorbereitet. Überdies ist genug „Treibstoff“ für den Aufbau der benötigten Infrastruktur vorhanden: 14 000 Euro stehen im aktuellen Gemeindehaushalt zur Anschaffung von Ladestationen zur Verfügung.

„Durch Dienstfahrten der Verwaltungsmitarbeiter fallen pro Jahr rund 85 000 Kilometer an“, berichtet Jonas Deuter. Es handele sich um Fahrten zu Baustellen in der gesamten Gemeinde, um Ortstermine an Schulen und Kindergärten sowie um Termine bei der Bezirksregierung und der Kreisverwaltung. All diese Fahrten werden gegen Erstattung einer Kilometerpauschale von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Privatfahrzeugen absolviert.

„Etwa 30 000 Kilometer werden im Kurzstreckenbereich gefahren und könnten mit Elektrofahrzeugen bewältigt werden. Dadurch haben wir als Gemeindeverwaltung eine gute Chance, durch CO-Einsparung die Umwelt zu entlasten und mit gutem Beispiel für andere voranzugehen“, erklärt der Klimaschutzmanager. Anhand seiner Berechnungen geht er davon aus, dass durch die Anschaffung von drei Elektroautos für das Rathaus pro Jahr rund 11,7 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden können. Es sei angedacht, die Fahrzeuge zunächst für eine Pilotphase von drei Jahren zu leasen, berichtet Jonas Deuter.

„Für Leasing und Wartung sind jährlich etwa 12 000 Euro zu veranschlagen. Dadurch haben wir im Vergleich zum bisherigen Verfahren zwar Mehrkosten von maximal 1000 bis 1500 Euro“, räumt Jonas Deuter ein. „Aber wir leisten einen guten Beitrag zum Klimaschutz, tun etwas für das Image der Gemeinde und können in dieser Zeit Erfahrungen für das weitere Vorgehen sammeln.“ Seiner Einschätzung nach dürften sich die Kosten für die Nutzung von Elektrofahrzeugen künftig deutlich günstiger gestalten – durch steigende Benzinkosten, technische Fortentwicklung und Fördermittel des Bundes.

In den vergangenen Wochen hat sich Jonas Deuter nach geeigneten Elektrofahrzeugen und Ladesäulen umgesehen, Angebote eingeholt, im Sendener Rathaus und mit Herstellern Vorgespräche geführt. Die Entscheidung, wie in Sachen Elektromobilität weiter verfahren wird, liegt nun beim Gemeinderat, der das Thema voraussichtlich im Herbst abschließend diskutieren wird.

„Erklärtes Ziel des Bundes ist es, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge im Betrieb zu haben. Davon sind wir deutschlandweit sehr weit entfernt. Aber in Senden könnten wir eine Vorbild- und Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz übernehmen“, unterstreicht Jonas Deuter.

Wir könnten mit gutem Beispiel für andere vorangehen.

Klimaschutzmanager Jonas Deuter
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