Information und Kultur im historischen Gemäuer:
Vereinte Kraft für Schloss Senden

Senden -

Matthias Löb, Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, hat die Schirmherrschaft über das „SchlossErwachen“ am 17. Oktober übernommen. Der Förderverein Schloss Senden informiert in diesem Rahmen über Perspektiven zum Erhalt des historischen Gebäudes.

Mittwoch, 14.10.2015, 16:10 Uhr

Auch die Kunstschule Senden unterstützt den Förderverein Schloss Senden – mit der Aktion „Daumen-drücken“, aber auch ganz handfest. So befreiten Dr. Klaus Drerup (l.) und Dozent Trutz Bieck den Uferrand der Gräfte von wild wuchernden Zweigen, um den Blick auf das historische Gebäude frei zu machen.
Auch die Kunstschule Senden unterstützt den Förderverein Schloss Senden – mit der Aktion „Daumen-drücken“, aber auch ganz handfest. So befreiten Dr. Klaus Drerup (l.) und Dozent Trutz Bieck den Uferrand der Gräfte von wild wuchernden Zweigen, um den Blick auf das historische Gebäude frei zu machen. Foto: sff

Der Förderverein lässt Schloss Senden am kommenden Samstag (17. Oktober) erwachen und lädt alle Interessierten ab 10 Uhr zu einem breitgefächerten Kultur- und Informationsprogramm ein. Bereits im Vorfeld können sich die neuen Eigentümer des Schlosses über prominente Hilfe freuen. Denn Matthias Löb , Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe , hat die Schirmherrschaft über das „ SchlossErwachen “ übernommen.

„Ich verfolge die bauliche Sicherung und Instandsetzung des Schlosses Senden mit großem Interesse“, sagt Matthias Löb. „Ich hoffe, dass sich in naher Zukunft auch eine ökonomisch tragfähige Perspektive für eine denkmalgerechte Folgenutzung ergeben wird. Die LWL-Denkmalpflege hat mir geschildert, wie systematisch und zielstrebig der Förderverein die anstehenden Aufgaben angeht. Herzlichen Dank für dieses außerordentliche Engagement.“

Nicht allein durch den Direktor des Landschaftsverbandes, sondern auch von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Bonn sowie durch das am Samstag in Senden vertretene Ortskuratorium Münster, wird der Förderverein bei der Rettung des historischen Gebäudes unterstützt. „Mit der Übernahme des Schlosses schlägt der Förderverein ein neues Kapitel in der Geschichte des wichtigsten Baudenkmals Sendens auf“, resümiert Dr. Martina Fleßner, Geschäftsführerin des Fördervereins.

Der Beginn dieser neuen Ära der Schlossgeschichte soll am Samstag durch eine Aktion der Kunstschule Senden eingeläutet werden: Ein Stoffband mit über 3000 Daumenabdrücken wird um das gesamte Schloss gelegt. „Daumen-drücken“ – mit diesem Projekt hat die Künstlerin Maria Haarmann in den vergangenen vier Jahren Sendener Bürger, Touristen und Besucher gebeten, ihre positive Haltung zur Zukunft des Schlosses durch ihren Fingerabdruck zu bekräftigen. Dem Förderverein wird die Ehre zuteil, beim „SchlossErwachen“ die Schleife des rund 250 Meter langen Bandes gegen 13 Uhr zu lösen. „Ein wunderbarer symbolischer Rückhalt für den weiteren Weg“, freut sich Martina Fleßner. Vor diesem symbolischen Akt wird um 12.30 Uhr die Initiative Schloss Senden, die sich seit 2007 ehrenamtlich für den Erhalt des Schlosses engagiert eingesetzt hat, feierlich verabschiedet.

Die Gäste können sich am Samstag über den aktuellen Stand des Schlosses und die weitere Entwicklung informieren oder entspannt dem Kunst- und Kulturangebot folgen. Insbesondere junge Menschen lädt der Förderverein zu zwei Schwerpunktthemen ein:

Um 11.30 Uhr informiert die Jugendbauhütte Soest über ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Denkmalpflege, das ab Herbst 2016 auch auf Schloss Senden möglich sein soll.

Um 16 Uhr steht der Studiengang „Bauen im Bestand“ anhand von „Schloss-Studien“ auf dem Programm. Architektin Andrea Huesmann sowie Bachelor-Absolventen erläutern ihre Arbeiten am Schloss.

Führungen durch einen Teilbereich des renovierungsbedürftigen Schlosses werden um 13 Uhr, 15 Uhr sowie um 18.30 Uhr angeboten.

Für die „besondere Note“ sorgen beim „SchlossErwachen“ ab 17 Uhr „Marta‘s Jazzyard“ und ab 19.30 Uhr die Band „Soulbandits“. Auch die Kinder sollen nicht zu kurz kommen. Sie können sich ab 14 Uhr zu Elfen, Feen, Zauberer oder Rittern schminken lassen. Um 15 Uhr heißt es im Herrenhaus: „Und sie kamen in ein Schloss …“ – Märchen von Prinzessinnen und Prinzen für alle ab fünf Jahre.

Ich hoffe, dass sich in naher Zukunft auch eine ökonomisch tragfähige Perspektive für eine denkmalgerechte Folgenutzung ergeben wird.

Matthias Löb, Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
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