Sieger des Planungswettbewerbs ausgezeichnet:
Kanalbereich soll erlebbar werden

Senden -

Das Architekturbüro von Martin Diekmann (Hannover) ist im Wettbewerb zur Umgestaltung des Sendener Kanalufers von der Jury mit dem 1. Preis ausgezeichnet worden. Nun muss die Politik entscheiden, ob die Vision Wirklichkeit werden soll.

Donnerstag, 22.10.2015, 18:10 Uhr

So könnte das Kanalufer künftig aussehen:  Auf diesen Visualisierungen hat der Gewinner des Realisierungsw
So könnte das Kanalufer künftig aussehen:  Auf diesen Visualisierungen hat der Gewinner des Realisierungsw Foto: Gemeinde Senden

Die Würfel im Planungswettbewerb zur Umgestaltung des Sendener Kanalufers sind gefallen: Das Büro von Martin Diekmann ( Hannover ) ist von der Fachkommission mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Der Landschaftsplaner darf sich somit über 11 500 Euro für seine Arbeit freuen. Ob seine Vorstellungen ganz, teilweise oder überhaupt verwirklicht werden, steht noch nicht fest. Denn das Jury-Urteil ist für die Kommunalpolitik zwar richtungsweisend, aber nicht bindend.

Zunächst wird in den Ratsfraktionen und am 5. November (Donnerstag) im Gemeindeentwicklungsausschuss beraten. Grundsätzlich könnten sich die Politiker dann für einen Entwurf der anderen drei Preisträger entscheiden und auch noch Änderungswünsche an den jeweiligen Architekten herantragen. Darauf machten Bürgermeister Sebastian Täger und der Beigeordnete Klaus Stephan am Donnerstag bei der Preisverleihung im Rathaus aufmerksam. Dort sind im Bürgersaal alle 17 im Wettbewerb eingereichten Entwürfe bis zum 31. Oktober öffentlich ausgestellt. Klaus Stephan erinnerte daran, dass die Bezirksregierung bereits Mittel für die Umsetzung des Projektes in Aussicht gestellt habe und die Umsetzung bereits 2016 erfolgen soll (WN berichteten).

Martin Diekmann stellte nach der Preisverleihung die Kerngedanken seiner Konzeption kurz vor. „Der Kanalbereich soll erlebbar gemacht werden“, sagte der Landschaftsplaner. Dazu soll der Weg von St. Laurentius über die Münsterstraße baulich und durch ein Tempo-20-Limit „akzentuiert“ werden. Für die Bakenstraße schlägt er eine Umwidmung in eine „Fahrradstraße“ vor, die nur von Anwohnern mit Kraftfahrzeugen genutzt werden darf. „Herzstück der Planung ist die Platzgestaltung am Kanal. Dort finden wir eine tolle Situation vor“, betonte Martin Diekmann. Um die Aufenthaltsqualität zu verbessern soll unter anderem eine gestufte Uferterrasse angelegt werde, die für Rollstuhlfahrer durch eine Rampe zugänglich ist. Ferner soll ein langer, parallel zum Ufer verlaufender Weg Nähe zum Wasser ermöglichen. Auf dem Platz könnten auch ein saisonaler Kiosk und eine Fahrradstation entstehen. „An der Allee sollte man möglichst gar nichts machen, so schön wie sie ist“, sagte der Planer. Er schlug vor, den wassergebunden Weg beizubehalten und lediglich mittig eine wasserdurchlässig Asphaltbahn anzulegen. Außerdem sollte alle 100 Meter eine Bank stehen.

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