Landrat informiert sich über Schloss Senden:
Beletage macht guten Eindruck

Senden -

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr hat bei einem Besuch in Senden auch das Herrenhaus von Schloss besichtigt. Vertreter des Fördervereins informierten ihn über die bisherigen Maßnahmen zum Erhalt des Gebäudes sowie über die Möglichkeit einer öffentlichen Nutzung.

Mittwoch, 13.01.2016, 15:01 Uhr

In der Beletage informierten sich Regionale-Geschäftsführerin Uta Schneider (v.l.), Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr und Bürgermeister Sebastian Täger bei Andrea Huesmann, Dr. Franz Waldmann und Dr. Martina Fleßner über die laufenden Maßnahmen zum Erhalt und zur gemeinnützigen Nutzung von Schloss Senden.
In der Beletage informierten sich Regionale-Geschäftsführerin Uta Schneider (v.l.), Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr und Bürgermeister Sebastian Täger bei Andrea Huesmann, Dr. Franz Waldmann und Dr. Martina Fleßner über die laufenden Maßnahmen zum Erhalt und zur gemeinnützigen Nutzung von Schloss Senden. Foto: sff

Kaffee, Erfrischungsgetränke und Plätzchen erwarteten die Gäste in der gut aufgeräumten Beletage von Schloss Senden. Und obwohl winterliche Kälte die Räume durchzog, bereitete der Förderverein Schloss Senden Dr. Christian Schulze Pellengahr samt „Delegation“ einen warmen Empfang.

Eigentlich war der neue Landrat gemeinsam mit Uta Schneider, Geschäftsführerin der Regionale-Agentur, on Tour, um sich über das Projekt WasserWege–Stever in Senden zu informieren. Bei seinem Aufenthalt in der Gemeinde nahm er gleichzeitig die Gelegenheit zu einer Besichtigung des Schlosses wahr.

Dort berichteten Dr. Franz Waldmann, Dr. Martina Fleßner und die Architektin Andrea Huesmann über die laufenden Maßnahmen zum Erhalt und zur gemeinnützigen Nutzung von Schloss Senden. Ein vertiefendes Gespräch zwischen Vertretern des Fördervereins und dem Landrat sei auf den 3. März im Kreishaus terminiert, so Dr. Christian Schulze Pellengahr, der sich positiv beeindruckt zeigte.

Auch die Regionale „verfolgt und begleitet die Entwicklung am Sendener Schloss mit großem Interesse“, erklärte Uta Schneider im WN-Gespräch. Zumal das Projekt WasserWege – Stever „direkt vor der Haustür“ des historischen Gebäudes liege.

Auf ebendiesen historischen sowie auf den architektonischen Wert des Sendener Wahrzeichens machte Dr. Martina Fleßner, Geschäftsführerin des Fördervereins aufmerksam: Das in Teilen aus dem 15. Jahrhundert stammende Gebäude stelle über mehrere Epochen „den Übergang von den wehrhaften Burgen zu Herrensitzen dar und hat daher auch überregionale Bedeutung.“

„Schloss Senden dokumentiert fünf Jahrhunderte Baugeschichte auf einem Fleck“, ergänzte Andrea Huesmann. Aus ihrer Sicht ist der Boden für eine Restaurierung schon vorbereitete. Denn: „Für das Herrenhaus haben wir sehr sehr gute Unterlagen.“ Im Jahr 2014 hatte die Architektin und Dozentin mit angehende Bauingenieuren die Substanz von Schloss Senden untersucht, Schäden kartiert, einen 3-D-Laser-Scan des Herrenhauses erstellt und auch schon allererste Sanierungsvorschläge erarbeitet (WN berichteten).

► Das Regionale-Projekt „WasserWege – Stever“ erstreckt sich von Nottuln bis Olfen/Selm.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Senden beinhaltet es den umfassenden Umbau der innerörtlichen Stever inklusive der ökologischen Umgestaltung der Stauwehre Schulze Bremer und Schloss Senden im Sinne der Wasserrahmenrichtlinien (WN berichteten). Schloss Senden selbst ist nicht Bestandteil von „WasserWege – Stever“.

Projektträger und Ansprechpartner sind: Gemeinde Senden, Stadt Selm, Stadt Olfen, Gemeinde Nottuln, Gemeinde Nordkirchen, Stadt Lüdinghausen, Kreis Coesfeld, Graf Hagen-Plettenberg, Westfälische Wilhelms-Universität Münster.

Schloss Senden dokumentiert fünf Jahrhunderte Baugeschichte auf einem Fleck.

Architektin Andrea Huesmann
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