Ehrenamtliche der Jugendbauhütte im Denkmalschutz:
Handfester Einsatz fürs Schloss

Senden -

Drei Tage lang haben sich 20 Teilnehmer der Jugendbauhütte am Sendener Schloss tatkräftig für den Denkmalschutz eingesetzt. Sie haben damit wichtige Vorarbeiten für die künftige Restaurierung geleistet.

Donnerstag, 07.04.2016, 18:04 Uhr

Ein selbst gebautes Insektenhotel  stellten die FSJler der Jugendbauhütte im Schlosspark auf. Sendener Grundschülern soll angeboten werden, die Fächer mit Nistmöglichkeiten zu füllen. Auf diese Weise soll eine Brücke sowohl zum Schloss als auch zum Thema „Ökologie“ geschlagen werden.
Ein selbst gebautes Insektenhotel  stellten die FSJler der Jugendbauhütte im Schlosspark auf. Sendener Grundschülern soll angeboten werden, die Fächer mit Nistmöglichkeiten zu füllen. Auf diese Weise soll eine Brücke sowohl zum Schloss als auch zum Thema „Ökologie“ geschlagen werden. Foto: sff

Mit Begeisterung und handwerklichem Geschick haben sie sich drei Tage lang ehrenamtlich für den Erhalt von Schloss Senden ins Zeug gelegt: 20 junge Erwachsene im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) bei der Jugendbauhütte , zwei Teamer und Bauhüttenleiter Bernhard Anzalone leisteten von Dienstag bis Donnerstag handfesten Denkmalschutz und Basisarbeit für die anstehende Restaurierung.

Die Helferinnen und Helfer schafften Grundlagen für anstehende Sanierungsmaßnahmen, indem sie Bestandspläne einzelner Räume erstellten, an der Brücke und der Treppe Steine von Schmutz und Ablagerungen befreiten. Darüber hinaus wurden die Remise entkernt, Efeu vom Gemäuer entfernt, schützende Holzverschläge und ein Insektenhotel für den Park gebaut. Auch das Umfeld des Schlosses wurde schon ein wenig für den Frühling vorbereitet.

Architektin Andrea Huesmann , unter deren Federführung die Arbeiten am Schloss laufen, zeigte sich voll des Lobes: „Der Wert dieser ehrenamtlichen Arbeit ist nicht hoch genug einzuschätzen. Es ist so viel zu tun. Und dank der Jugendbauhütte sparen wir finanzielle Mittel ein, die wir später für die fachgerechte Restaurierung der historischen Bausubstanz einsetzen können.“ Die Arbeit an Schloss Senden schaffe zudem eine handfeste Verbindung der jungen Generation zum kulturhistorischen Erbe. Andrea Huesmann hat für diese Aussage auch einen konkreten Beleg: „2014 waren wir mit angehenden Bauingenieuren hier. Als Bachelor mussten sie, als Master wollten sie zurück, um hier weitermachen zu können.“ Dieser Funke ist an der Fachhochschule in Münster offenbar übergesprungen. Denn einige Professoren wollen sich nun einbringen, berichtet die Architektin.

Auch die FSJler der Jugendbauhütte setzen ihr ehrenamtliches Projekt für Schloss Senden fort: Vom 9. bis zum 13. Mai sei ein Folgeeinsatz geplant, sagt Bernhard Anzalone, der stolz ist auf seine Truppe: „Wir sind uns für keine Arbeit zu schade. Und die jungen Leute sind stolz, weil sie an Schloss Senden etwas von bleibendem Wert leisten.“

Mit der Jugendbauhütte möchte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz junge Menschen in Gemeinschaft und ungezwungen an das Thema Denkmalpflege heranführen. Im Rahmen des FSJ sind die Teilnehmer vielfältig tätig, vertiefen ihre Fertigkeiten und erhalten Informationen über Stil- und Materialkunde, Forschungs- und Arbeitsmethoden, Geschichte und Grundlagen von Denkmalpflege sowie die Bedeutung des europäischen Kulturerbes.

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