Public Viewing bei Maifest
Mehr Trommeln fürs Rudelgucken

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Die positive Bilanz des Maifestes bekräftigten Kulturamt und Gewerbeverein. Dass beim Public Viewing die Zuschauerzahl relativ niedrig blieb, sieht die Gemeinde nicht als schlechtes Omen für das Rudelgucken während der EM.

Dienstag, 24.05.2016, 19:21 Uhr

Beim Public Viewing auf dem Parkplatz Mertens verfolgten rund 200 bis 300 Fußballfans das Pokalspiel.
Beim Public Viewing auf dem Parkplatz Mertens verfolgten rund 200 bis 300 Fußballfans das Pokalspiel. Foto: Gaby Reimchen

Bei der Public Viewing-Premiere mit dem Pokalspiel blieb noch „etwas Luft nach oben“, räumt Kulturamtsleiter Günter Melchers gegenüber den WN ein. Erstmals hatte sich die Gemeinde auf das Feld des Freiluft-Rudelguckens begeben. „Ich würde mir wünschen, dass zur EM-Übertragung am Sportpark noch einiges mehr an Zuschauern kommt“, sagte Melchers. Er ist jedoch „sehr zuversichtlich“, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht.

Als schlechtes Omen für das gemeinsame Fußball-Schauen sei die Pilotveranstaltung im Rahmen des Maifestes auf keinen Fall zu deuten. Immerhin 200 bis 300 Fans des BVB (die die Mehrheit bildeten) und FCB strömten auf den Parkplatz Mertens.

Die Entscheidung, dort anders als in den Jahren zuvor keine Live-Band aufspielen zu lassen, bezeichnet der Chef des kommunalen Kulturressorts als richtig. „Da bin ich absolut sicher.“ Denn Melchers erinnert sich noch daran, dass vor Jahren selbst eine Top-Band mit Heimvorteil wie „The Foggy Dew“ kaum Zuhörer angezogen hatte, als gleichzeitig König Fußball regierte.

200 bis 300 Fans schauten das Pokalspiel.

200 bis 300 Fans schauten das Pokalspiel. Foto: Gaby Reimchen

Am vorigen Sonntag war die Party auf dem Parkplatz auch nicht zu Ende, als der Pokal in Münchner Hände gefallen war. Mit Musik vom DJ ging es bis 1 Uhr weiter. Den meisten Dortmund-Anhänger war jedoch nicht mehr zum Feiern zumute, schildert Melchers. Deshalb sei es am späten Maifest-Samstag auch „nicht mehr voll“ gewesen, was der „wirklich guten Atmosphäre“ aber keinen Abbruch getan habe, so das Resümee.

Für die anstehenden Spiele mit der deutschen Nationalmannschaft, die auf eine größere (15 Quadratmeter) Leinwand projiziert werden, erwartet der Kulturamtsleiter auch deshalb mehr Zuspruch, weil das Public Viewing innerhalb des Maifest-Programms „ein Stück weit untergegangen“ sei.

Während der Europameisterschaft werde auch die Kooperation mit den Journal-Wirtinnen

Zugkraft entfalten, erklärt Melchers weiter.

Sein erstes Fazit (WN, 23. Mai) bekräftigt Peter Moll, Vorsitzender des Gewerbevereins. „Die positive Resonanz der Besucher zeigte, dass wir auf dem richtigen Wege sind, die Kaufkraft Sendens verstärkt am Ort zu halten. Dies belegen auch Mails von Ausstellern, die gerne wiederkommen.“

Es habe 100, „auch

originelle“ Anlaufpunkte gegeben. Zielgruppe seien dabei zuerst Familien.

Doch auch die Kritik aus dem Kreis von Jugendlichen, es werde für ihre Generation zu wenig angeboten, wollen Gewerbeverein und Gemeinde als Veranstalter konstruktiv aufgreifen.

Da bin ich absolut sicher, dass es die richtige Entscheidung war.“

Günter Melchers über die Vorfahrt für Fußball statt einer Live-Band
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