Elternverein überreicht 9130 Euro für die OGS Bösensell:
Erfolgreiche Ära abgeschlossen

Bösensell -

Mit der Auflösung des Elternvereins der Übermittagsbetreuung wurde in Bösensell ein Kapitel Schulgeschichte beendet. Den Kassenbestand übergaben Torsten Könnecker und Anja Maaß an die Gemeinde. Das Geld kommt den OGS-Kindern zugute.

Donnerstag, 22.12.2016, 14:12 Uhr

Aus den Händen von Torsten Könnecker (v.l.) und Anja Maaß nahmen Klaus Gilleßen, Astrid Balke, Sibylle Schöning und Michael Fiege den Kassenbestand des ehemaligen Elternvereins für die OGS Bösensell in Empfang.
Aus den Händen von Torsten Könnecker (v.l.) und Anja Maaß nahmen Klaus Gilleßen, Astrid Balke, Sibylle Schöning und Michael Fiege den Kassenbestand des ehemaligen Elternvereins für die OGS Bösensell in Empfang. Foto: sff

Die 20-jährige Ära des Elternvereins der Bösenseller Übermittagsbetreuung ist endgültig Geschichte. Denn nach der Löschung aus dem Vereinsregister am 4. November übergaben die ehemaligen Vorstandsmitglieder Anja Maaß und Torsten Könnecker jetzt den verbliebenen Kassenbestand von 9130,64 Euro in die „treuen Hände“ der Gemeinde. Gemeinsam mit Klaus Gilleßen und Astrid Balke vom Sendener Schulamt nahmen Michael Fiege und Sibylle Schöning vom Nachfolgeverein „Schule, Jugend, Kids & Co. eV.“ den Spendenscheck in Empfang.

„Dieser Betrag ist zweckgebunden für den Offenen Ganztag in Bösensell und kommt den Kindern 1:1 zugute. Das Geld dient dazu, der OGS in Zukunft das eine oder andere Schmankerl zu ermöglichen, das über die normale Finanzierung hinausgeht“, erklärten Gilleßen und Fiege unisono.

Dass der Elternverein in Bösensell zwei Jahrzehnte lang eine Erfolgsgeschichte geschrieben hat, machte Sibylle Schöning deutlich, die seit 1995 als Betreuerin in der Übermittagsbetreuung (ÜMB) arbeitet: „Heute werden rund 70 Kinder zum Teil bis 16 Uhr betreut. In Spitzenjahren waren es bis zu 80. Damals habe ich mit zusätzlichen ABM-Kräften zehn Kinder bis 13.30 Uhr betreut.“ 1996 sei Veronika Holling als zweite Betreuerin hinzugekommen. „Wir mussten uns alles ,learning by doing‘ aneignen. 15 Jahre lang hat uns Karin Bojazin, die Kassiererin des Vereins, als gute Seele begleitet. Überhaupt war die Elternarbeit mit jedem Vorstand top“, führte Schöning aus.

Wegen der steigenden Nachfrage und des damit gewachsenen Platzbedarfs sei die ÜMB von der Schule in die Schulungsräume der benachbarten Turnhalle gezogen. Nach einer langen Phase des Umbaus und der Erweiterung konnten neue Räume im April dieses Jahres bezogen werden. Bereits vor fünf Jahren war die ursprüngliche Übermittagsbetreuung um eine Offene Ganztagsschule (OGS) erweitert worden. Zum 1. August 2014 hatte der Elternverein die Trägerschaft an „Schule, Jugend, Kids & Co. eV.“ übergeben.

„Es ist ein gesellschaftlicher Prozess, dass die Nachfrage nach OGS-Plätzen in allen Schulen steigt. Diese Entwicklung hat uns überholt. Wir hatten zum Schluss acht Mitarbeiter auf 450-Euro-Basis. Das war ehrenamtlich nicht mehr machbar“, erklärte Könnecker, warum 2014 der Wechsel der Trägerschaft erfolgt war. „Wir hatten damals sogar eine Warteliste von Eltern. Und es war schwierig, ihnen Rede und Antwort zu stehen – und das auch noch so ganz nebenbei“, ergänzt Maaß. Es sei viel Geld in der Kasse geblieben, „weil wir den Neubau der OGS vor Augen hatten und nach dem Einzug zusätzliches Spielzeug und besondere Dinge außerhalb des Etats anschaffen wollten“, so die ehemalige Vorsitzende des Elternvereins weiter.

„Als Schulträger haben wir 20 Jahre lang mit allen Vorständen des Elternvereins zum Wohl der Bösenseller Kinder vertrauensvoll zusammengearbeitet“, resümierte Fachbereichsleiter Klaus Gilleßen. Mit der Geldübergabe gehe „ein Stück Bösenseller Schulgeschichte zu Ende“.

Wir hatten zum Schluss acht Mitarbeiter auf 450-Euro-Basis. Das war ehrenamtlich nicht mehr machbar.

Torsten Könnecker
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