Heimatverein präsentiert Ausstellung des Künstlers Heinrich Klieve:
Gemälde zeigen „gute alte Zeit“

Senden -

Aus einem Privatbesitz hat der Heimatverein 50 Ölgemälde des verstorbenen Sendener Malers Heinrich Klieve erhalten. Die Werke werden am Sonntag (15. Januar) im Haus von Karl Schulze Höping öffentlich ausgestellt.

Montag, 09.01.2017, 13:01 Uhr

Freuen sich, die Bilder von Heinrich Klieve am Sonntag der Öffentlichkeit präsentieren zu können: Agnes Wiesker (v.l.). Martin Lütkemann und Karl Schulze Höping.
Freuen sich, die Bilder von Heinrich Klieve am Sonntag der Öffentlichkeit präsentieren zu können: Agnes Wiesker (v.l.). Martin Lütkemann und Karl Schulze Höping. Foto: sff

Die Bilder zeigen, wie die Landschaft rund um Senden vor 50 bis 100 Jahren aussah. Sie zeigen Jagd- und Pferdemotive. Ebenso ist das bäuerliche Leben um die Mitte des vergangenen Jahrhunderts auf ihnen verewigt. Sämtliche Ölgemälde , die zurzeit bei Karl Schulze Höping, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Heimatvereins Senden, lagern, sind Werke des 1976 verstorbenen Sendener Künstlers Heinrich Klieve . Nachdem dieser Fundus jahrzehntelang in Privatbesitz schlummerte, haben Nachfahren des Malers die 50 Bilder vor Kurzem an den Heimatverein Senden übergeben. Am Sonntag (15. Januar) sollen alle gemeinsam zum ersten Mal ausgestellt werden. Sie sind von 11 bis 16 Uhr im Haus Schulze Höping, Messingweg 10a, zu sehen. Der Eintritt ist frei.

„Interessierte Kunstfreunde haben die Möglichkeit einzelne Werke des Künstlers zu erwerben. Der Erlös aus dem Verkauf und Spenden kommen dem Sparfonds zur Verwirklichung des Bürgerhauses Senden zugute“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins.

„Heinrich Klieve war ein Halbbruder von Anton Aulke, dessen Elternhaus in Warendorf steht. Die Erben haben das Gebäude verkauft und uns die Bilder zur Verfügung gestellt“, erläutert die Heimatvereinsvorsitzende Agnes Wiesker, durch welchen Umstand die Gemälde nach Senden zurückgekehrt sind. „Von dem Angebot waren wir total überrascht. Umso mehr freuen wir uns darüber, die Arbeit des Heimatmalers wieder ins öffentliche Bewusstsein rücken zu können“, ergänzt Geschäftsführer Martin Lütkemann, Eine Auswahl der Bilder solle später im Bürgerhaus einen würdigen Platz finden.

Natur der Heimat mit Öl und Feder festgehalten

► Heinrich Klieve wurde am 7. April 1893 in Senden (Münsterstraße 17) geboren.

► Bei seinem Vater erlernte er das Schreinerhandwerk.

► Aus dem Ersten Weltkrieg kehrte er schwer verwundet, krank und kriegsversehrt heim.

► Aus Schilderungen seiner Schwester Gertrud Klieve geht hervor, dass er im Krieg durch eine Schussverletzung den rechten Arm verlor. Bei einem Unfall in der Schreinerei büßte er auch noch zwei Finger der linken Hand ein.

► Nach dem Krieg arbeitete Heinrich Klieve zunächst als Schrankenwärter bei der Reichsbahn in Bösensell. Als die körperliche Belastung zu groß wurde, bezog er eine staatliche Rente.

► Als Pensionär durchstreifte er Senden und Umgebung und hielt in Öl und Feder die Natur fest. So entstandene Hunderte Bilder, von denen viele bei Sendener Familien hängen

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