Premiere: Internationales Begegnungsfest
Vielfalt ist ein Grund zum Feiern

Senden -

Beim 1. Internationalen Begegnungsfest, das Gemeinde Senden, Flüchtlingshilfe und „Aktion Hoffnungsschimmer“ mit vielen Partnern auf die Beine stellen, soll beim gemeinsamen Kochen, bei Musik, Tanz und Sport das gegenseitige Kennenlernen ohne Hemmschwellen ermöglicht werden. Promis aus Politik und „Pöhlen“ kommen auch.

Freitag, 03.02.2017, 17:02 Uhr

Kräfte bündeln: Das Orga-Team um Günter Melchers (v.l.), Alfred Holz, Orhan Atalan, Ulla Röttger und Lothar Kern hofft darauf, dass sich viele Vereine, Initiativen und Bürger beim Internationalen Begegnungstag einbringen.
Kräfte bündeln: Das Orga-Team um Günter Melchers (v.l.), Alfred Holz, Orhan Atalan, Ulla Röttger und Lothar Kern hofft darauf, dass sich viele Vereine, Initiativen und Bürger beim Internationalen Begegnungstag einbringen. Foto: di

Sie wollen eine Brücke bauen – die andere beschreiten können. Oder einen Weg ebnen, indem sie Hürden beseitigen. Was beiden bildhaften Umschreibungen gemein ist: Sie verlangen, dass zwei Seiten einen ersten Schritt machen und aufeinander zu gehen. Mit dem „1. Internationalen Begegnungstag“ soll am 9. Juli der Rahmen und Impuls gesetzt werden, um anderen Initiativen Raum zu geben.

Die Zeichen stehen gut, dass der gemeinsame Vorstoß von Gemeinde Senden , „Aktion Hoffnungsschimmer e.V.“ und Flüchtlingshilfe Senden e.V. im Schulpark Senden auf einen großen Resonanzboden trifft. Denn das Kulturamt hat es übernommen, eine Vielzahl von Sendener Vereine anzuschreiben, über das anstehende Projekt zu informieren und zum Vorbereitungstreffen einzuladen. Der Zirkel soll weit gezogen werden. Über diejenigen hinaus, die ausdrücklich Post erhalten haben, animierten die Mitglieder des bisherigen Planungsstabes alle Institutionen und Gruppen, sich an dem Begegnungsfest aktiv zu beteiligen. Für Infos und Absprachen stehen die Vertreter der beteiligten Partner zur Verfügung (siehe weiterer Text).

Dass schon ein gutes Fixum an Teilnehmern Leben in die „Bude“ bringt, daran zweifelt niemand aus dem Planungsstab. Denn zahlreiche Abteilungen der großen Sportvereine aller Ortsteile haben bereits ebenso ihre Teilnahme signalisiert wie Landfrauen, Frauengemeinschaft und Frauen-Union. Mit von der Partie sind außerdem Kolpingsfamilien und Kirchen sowie Jugendeinrichtungen.

Wir wollen nicht übereinander reden, sondern miteinander.

Orga-Team des Tags der Begegnung

Das Ziel ist ebenso schlicht wie ergreifend: Alle Menschen, die in Senden leben, sollen einander näher gebracht werden – ob Poahlbürger, zugezogener Häuslebauer oder Flüchtling, der in Senden für sich oder seine Familie Schutz vor Terror und Krieg gefunden hat.

„Jeder Mensch ist wichtig, jeder Mensch kann etwas beitragen“, betont Ursula Röttger, Vertreterin von Frauen Union , Flüchtlingshilfe Senden und KFD, sowohl mit Blick auf den Begegnungstag als auch das Zusammenleben in Senden.

Die direkte Begegnung und der Austausch tragen dazu bei, das friedliche Miteinander in der Gemeinde zu stärken. „Nur wenn man nichts von einander weiß, entstehen Vorurteile“, betont der Kreis der Veranstalter einhellig.

Dass unter den zurzeit 431 Flüchtlingen in allen Ortsteilen zahlreiche sind, die sich ebenfalls am 9. Juli vorstellen und die Brücke in die Sendener Bevölkerung schlagen möchten, davon ist Lothar Kern , Vorstandsmitglied der Flüchtlingshilfe Senden, überzeugt. „Viele von ihnen sind stolz auf ihren Kulturkreis und möchten ihn präsentieren“, hebt Kern hervor. Er erwartet, dass viele der Menschen, die in Senden Zuflucht gefunden haben, sich über die Gelegenheit freuen, ihren Gastgebern gegenüber Dankbarkeit zu zeigen.

Wie Integration gelingt und ein kulturelles Erbe bewahrt wird, können der Deutsch-Kurdische Freundeskreis Senden oder auch Vereine aus der Kulturarbeit von Deutschen darstellen, die aus den ehemaligen GUS-Staaten nach Senden gekommen sind.

Von Essen, Trinken über Musik, Tanz, Theater und Lesung bis Sport reicht das Spektrum, das am Tag der Begegnung Sendens Vielfalt offenbaren soll. Interessante, teils bundesweit bekannte Gäste sollen darüber hinaus dazu beitragen, dass das Fest der Vielfalt in Senden auch viele Gäste anzieht.

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„Pöhlen“ und Politik: Promis auf dem Podium

► Erstmals schließen sich Gemeinde Senden (Günter Melchers, ✆  699 711), Aktion Hoffnungsschimmer (Alfred Holz, ✆ 

 0 25 98/281, alfredholz@

gmx.de) und die Flüchtlingshilfe Senden (Lothar Kern, ✆  0 25 97/69 23 93, lotharkern@t-online.de) für das Begegnungsfest als Veranstalter zusammen.

► Am 21. März (Dienstag) kommen Vereine, Gruppen und Einzelpersonen um 19 Uhr im Rathaus zum Vorbereitungstreffen zusammen.

► Als Politik-Promis haben die Abgeordneten Karl Schiewerling und Christoph Strässer ihre Teilnahme an einer Podiumsdiskussion bestätigt, die Dr. Jochen Reidegeld moderiert. Hochkaräter aus der Fußball-Szene haben Interesse signalisiert.

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