Messwagen „durchleuchtet“ Fahrbahndecken und Untergrund:
„Röntgenblick“ unter die Haut der Straße

Senden -

Die Gemeinde hat einer Untersuchung ihrer Straßen und Wirtschaftswege in Auftrag gegeben. Mit einem speziellen Messfahrzeug wird der Zustand der Oberflächen und des Untergrundes registriert.

Donnerstag, 30.03.2017, 15:03 Uhr

Gemeinsam mit Prof. Dr. Hans-Hermann Weßelborg (3.v.l.) und Team starteten Beigeordneter Klaus Stephan (2.v.l.) und Mitarbeiter Marcus Thies (l.) die Straßenuntersuchung..
Gemeinsam mit Prof. Dr. Hans-Hermann Weßelborg (3.v.l.) und Team starteten Beigeordneter Klaus Stephan (2.v.l.) und Mitarbeiter Marcus Thies (l.) die Straßenuntersuchung. Foto: sff

Straßenschäden wie Schlaglöcher und Spurrinnen sind nicht nur ein Ärgernis für Auto-, Motorrad- und Fahrradfahrer – sie bergen auch Gefahren in sich. Nach dem Prinzip „Vorsorge ist besser und obendrein kostengünstiger als Nachsorge“ hat die Gemeinde Senden am Donnerstag (30 März) den Startschuss für ihr Straßenerhaltungs-Management gegeben.

Ein Messfahrzeug der Ingenieurgesellschaft PTM aus Dortmund wird in den nächsten Wochen rund 355 Kilometer gemeindeeigene Straßen und Wirtschaftswege untersuchen. „Wir machen eine Art Röntgenbild, auf dem Störstellen, Schichtdicken und Schichtfolgen des Belages erkennbar sind“, erklärt Projektleiter Hans-Hermann Weßelborg, Professor an der Fachhochschule Münster. Zusätzlich zu dieser Aufzeichnung mittels elektromagnetischer Wellen werden Studenten des Fachbereichs Bauingenieurwesen ein rund 20 Kilometer umfassendes Teilnetz der innerörtliche Straßen auch noch „visuell“ unter die Lupe nehmen. Die Messungen sollen nach Ostern abgeschlossen werden. Anschließend erfolgt die wissenschaftliche Auswertung, deren Ergebnisse im Herbst vorgestellt werden sollen.

Aus den Daten lässt sich ein Handlungskonzept entwickeln: Dort, wo unter der Oberfläche Störstellen entdeckt werden, können die Mängel rechtzeitig beseitigt werden, bevor größere und kostenintensiver Schäden entstehen. Gleichzeitig lassen sich die Straßenerhaltungsmaßnahmen besser als bisher mit anderen Infrastrukturmaßnahmen koordinieren, erklärte Sendens Beigeordneter Klaus Stephan. So können bisher verborgene Schäden an einer Straßen im selben Zuge mit dort vorhandenen Kanalschäden beseitigt werden.

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