Telefonierende Kanzlerin
Merkel sucht in Senden Themen für den Wahlkampf

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„Neurosen und andere Blumen“ – passend zum Titel ihres aktuellen Programms präsentierte Kabarettistin Eva Eiselt verschiedene Charaktere mal mehr mal weniger neurotisch auf der Bühne der Steverhalle.

Sonntag, 02.04.2017, 18:04 Uhr

Angela Merkel war der Höhepunkt im Programm von Eva Eiselt, der Herr Georg mit Blumen dankte.
Angela Merkel war der Höhepunkt im Programm von Eva Eiselt, der Herr Georg mit Blumen dankte. Foto: cw

„Neurosen und andere Blumen“ – passend zum Titel ihres aktuellen Programms präsentierte Kabarettistin Eva Eiselt verschiedene Charaktere mal mehr mal weniger neurotisch auf der Bühne der Steverhalle. Die Künstlerin aus Köln eröffnete als Mitarbeiterin des Ordnungsamts am Freitag den Kultur-Abend. Sie überprüfte die Luftfeuchtigkeit, maß die Abstände zur Bühne und ermittelte den durchschnittlichen Intelligenzquotienten des Publikums. Mit einer klaren Ansage – wenn der IQ unter 80 Punkten liegt, müssten die Kabarettfreunde leider wieder nach Hause gehen.

„Ist eigentlich jemand freiwillig hier?“, fragte sie als sich rausstellte, dass der Abend weitergehen konnte. Sie erkannte ganz recht: „Nee, viele Abo-Kunden“. Die Gäste der Verwaltung aus Jessen, samt Bürgermeister Michael Jahn, haben zwar keine Dauerkarte, amüsierten sich aber dennoch über die pointierten Texte. Eiselt schlüpfte mit wenigen Accessoires in immer neue Rollen. Eine begleitete durch den Abend, ihre verhuschte Assistentin Sigrid aus dem Schwabenland. Sie musste ihre unpässliche Chefin einige Male entschuldigen und das Publikum vertrösten. Das wurde in der Zwischenzeit allerdings bestens unterhalten. Neben den Irrungen und „Wirrungen“ der schönen neuen Kommunikationswelt, mussten sich die Dargestellten auch mit großem Weltschmerzen und philosophischen Fragestellungen rumschlagen. Zu alle dem begab sich eine Dame, bewaffnet mit Neurosen und roten Rosen, auf die Suche nach ihrem Traummann. Dabei war die Freizeit bei der Metzgerei um die Ecke doch schon ausverkauft – bloß noch Arbeitszeit war zu bekommen. Allerdings scheint die nicht allzu bekömmlich zu sein.

  Eiselts beste Performance, die das Publikum mit dem meisten Applaus und Lachen honorierte, war die telefonierende Angela Merkel . „Mächtig viel zu tun“ hatte sie und erledigte schnell ein bisschen Außenpolitik. Natürlich ging sie auch auf Stimmenfang für die Wahl im September. „Was braucht ihr noch für eure Lebensqualität?“, fragte sie die Sendener. Größter Wunsch der Kabarett-Gäste: ein Kino. Man wird sehen, ob das was wird. Assistentin Sigrid verabschiedete das Publikum mit einem Rat, den sie auch gleich selbst in die Tat umsetzte: „Macht was Verrücktes“. Für sie war das ein Ausdruckstanz zum Thema Realismus. Nicht nur sie hatte durch Programm geführt, auch Gregor, ein Zuschauer aus der ersten Reihe, hatte immer wieder kleine Einsätze. Er durfte Eva Eiselt, der rheinischen Frohnatur, zum Abschied ein paar zu den Neurosen passenden Blumen übergeben.

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