Ausbildungsbotschafter in Schulen
Austausch bleibt auf Augenhöhe

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Sie sind selbst Azubis, ihre Schulzeit ist noch nicht lange her und sie dienen als Multiplikatoren. Ausbildungsbotschafter gewährten Edith-Stein-Schülern Einblicke in Branchen und ihre Betriebe.

Mittwoch, 05.04.2017, 12:04 Uhr

Als Ausbildungsbotschafter schildern Henning Vette und Lara Trautvetter ihre Erfahrungen im Hotelfach.
Als Ausbildungsbotschafter schildern Henning Vette und Lara Trautvetter ihre Erfahrungen im Hotelfach. Foto: di

Ein guter Lehrer weiß, wo seine Grenzen sind. Zum Beispiel bei der Glaubwürdigkeit hapert es bei Pädagogen, wenn sie aus der Welt der (freien) Wirtschaft berichten. Zumindest werden von Schülern Schilderungen eher ernst genommen, die von fast Gleichaltrigen stammen, die ihren Eindruck aus dem Berufsleben vermitteln. Genau diesem Ansatz folgt das Projekt der Ausbildungsbotschafter, bei dem IHK und Handwerkskammer eng kooperieren.

Das war ein Gespräch auf Augenhöhe.

Nadine Fischer (Klasse 10 a), Shiva Sefedini (10 b) und Celina Gossenauer (10 b) hat die Glaubwürdigkeit der Ausbildungsbotschafter überzeugt

In der Edith-Stein-Schule waren die „Diplomaten“ jetzt erstmals zu Gast. Sie erfüllen eine durchaus anspruchsvolle Mission: Sie sollen bei den Neunt- und Zehnklässlern Appetit auf eine Branche und auch auf den Betrieb machen, den sie vertreten. Dass ihnen dabei auch heikle Fragen gestellt werden, verlangt Fingerspitzengefühl zwischen Offenheit und Loyalität. Lara Trautvetter , angehende Hotelfachfrau, und Henning Vette , Koch-Azubi, meisterten die Aufgabe mit Bravour. Beide sind im Mövenpick-Hotel in Münster beschäftigt. Glaubwürdig beschrieben beide beispielsweise, wie zugänglich und interessiert die unmittelbaren Vorgesetzten seien. Ob es nicht „versnobt“ ablaufe in dem Vier-Sterne-Haus des Hotel-Konzerns, wollten die Edith-Stein-Schüler wissen. Ein Eindruck, den die Azubis für das Klima unter den Kollegen zurückweisen konnten.

Trautvetter und Vette nahmen den Hauptschülern auch die Furcht, die Berufsschule könne sie überfordern. Dort stehe nichts auf dem Lehrplan, „was ihr nicht schon kennt“, betonten die Hotel-Azubis. Als Vorteil nannten sie hingegen, dass der Stoff mit mehr Bezug zur Praxis im Betrieb vermittelt werde.

Dass sich mit den Azubis aus Handwerk, Industrie und Dienstleistungssektor Insider in die Rolle der Botschafter begeben haben, kam bei den Edith-Stein-Schülern gut an. „Das Feedback war durchweg positiv“, fasst Cornelia Korfmacher das Meinungsbild zusammen. Dem stimmten auf WN-Anfrage Nadine Fischer (Klasse 10 a), Shiva Sefedini (10 b) und Celina Gossenauer (10 b) zu. Ihnen hat besonders gefallen, „dass es ein Gespräch auf Augenhöhe war“, statt dass ein Geschäftsführer oder Personalchef berichtet hätte.

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