Feiern am 1. Mai
Für Freiluft-Partys gelten Grenzen

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Die Gemeinde hat sich auf die Freiluftpartys am 1. Mai vorbereitet. Ordnungsamt, Polizei und privater Sicherheitsdienst arbeiten zusammen, damit das Freiluftvergnügen nicht aus dem Ruder läuft. Feiern ist okay, aber mit Regeln, lautet die Devise.

Samstag, 29.04.2017, 17:04 Uhr

Open-Air-Partys gehören in jedem Jahr am 1. Mai dazu.
Open-Air-Partys gehören in jedem Jahr am 1. Mai dazu. Foto: di

Das gemeinschaftliche Freiluftvergnügen gehört am 1. Mai zumal für die jüngere Generation einfach dazu. Damit die Bürger und Behörden bei der Party im Grünen nicht rotsehen, bereitet sich die Gemeinde Senden auf dieses Datum vor. Unser Redaktionsmitglied Dietrich Harhues fragte Holger Bothur , Fachbereichsleiter Bürgerservice, Ordnung und Soziales im Sendener Rathaus, mit welchem Konzept die Kommune dabei vorgeht.

Plant die Gemeinde mit weiteren Partnern wieder ein konzertiertes Vorgehen, damit die Partys zum 1. Mai nicht aus dem Ruder laufen?

Holger Bothur: Auch in diesem Jahr werden wieder der Bezirksdienst der Polizei, Streifenteams des privaten Sicherheitsdienstes B.A.K. und die Rufbereitschaft des Ordnungsamtes am 1. Mai im Einsatz sein.

Hat sich das Konzept bewährt oder welche Schlüsse sind aus den Erfahrungen der letzten Jahre zu ziehen?

Bothur: Aus unserer Sicht hat sich das Konzept der massiven örtlichen Präsenz für die Tomberger Brücke bewährt. Die Zahl der feiernden Jugendlichen hat dort von Jahr zu Jahr abgenommen. Im vergangenen Jahr waren dort keine größeren Personenansammlungen mehr zu verzeichnen.

Die Einsatzkräfte von Polizei, Sicherheitsdienst und Ordnungsamt reagieren nur, wenn das Freiluftvergnügen aus dem Ruder läuft. Foto: di

Die Partyfans gruppieren sich offenbar nicht mehr nur geballt an einem Ort. Wie können Ordnungskräfte darauf reagieren?

Bothur: Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn junge Menschen am 1. Mai draußen unterwegs sind und feiern. Problematisch wird es häufig aber dann, wenn sich an einzelnen Orten größere Gruppen versammeln. In diesem Jahr wird zwar auch die Tomberger Brücke wieder unter besonderer Kontrolle stehen, allerdings wird dort nur im Bedarfsfalle eine Dauerpräsenz von Sicherheitskräften vorhanden sein. Es ist geplant, flexibel die einschlägigen Versammlungsorte, zu denen auch der Kanalplatz an der Bakenstraße gehört, zu kontrollieren und je nach Bedarf dort die Sicherheitskräfte zusammenzuziehen.

Wie funktioniert das?

Bothur: Die Polizei und der Sicherheitsdienst sind auf Streifendiensten unterwegs. Wenn dabei jemand entdeckt, dass sich größere Gruppen und wildere Partys bilden, nehmen die beteiligten Einsatzkräfte Kontakt miteinander auf. So können Kräfte dort zusammengezogen werden, wo sie nötig sind.

Nehmen die Ordnungskräfte auch den Alkoholgenuss besonders in den Blick?

Bothur: Da auch viele jüngere Jugendliche unter den Feiernden sind, müssen alle Partyfans damit rechnen, dass Alterskontrollen durchgeführt werden.

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