Stabwechsel in der Führung der Feuerwehr
Viel Anerkennung zum Abschied

Senden -

Als Leiter der Feuerwehr Senden erwarb sich Alfred Hesselmann große Verdienste, die bei seiner Abschiedsfeier von Gästen aus einem weiten Radius anerkannt wurden. „Vollen Einsatz“ lobte Bürgermeister Täger: „Du hast dein Amt nie als Bürde gesehen.“

Sonntag, 30.04.2017, 16:04 Uhr

Blumen für Alfred und Ursula Hesselmann – überreicht von Bürgermeister Sebastian Täger. Dem einen als Dank für die geleistete Arbeit als Wehrführer und der anderen als Dankeschön für das große Verständnis, das sie stets für die ehrenamtliche Tätigkeit ihres Mannes aufbrachte. Zu dessen Abschied zogen viele Feuerwehrfahrzeuge vor der Steverhalle die Blicke der Passanten auf sich.
Blumen für Alfred und Ursula Hesselmann – überreicht von Bürgermeister Sebastian Täger. Dem einen als Dank für die geleistete Arbeit als Wehrführer und der anderen als Dankeschön für das große Verständnis, das sie stets für die ehrenamtliche Tätigkeit ihres Mannes aufbrachte. Zu dessen Abschied zogen viele Feuerwehrfahrzeuge vor der Steverhalle die Blicke der Passanten auf sich. Foto: anw/di

Es war sein Abend und er hat ihn sich verdient: Alfred Hesselmann , 17 Jahre lang Wehrführer der Feuerwehr Senden , nahm am Freitagabend ganz offiziell seinen Abschied – mit einer großen Feier in Foyer der Steverhalle. Mit Gästen aus Politik und Verwaltung, mit vielen Feuerwehrkameraden, die nicht nur aus Senden kamen, sondern aus dem gesamten Kreis Coesfeld sowie aus Sendens Partnerstadt Jessen.

Reden, Grußworte, Geschenke und andere Kleinigkeiten: Alfred Hesselmann wurde an diesem Abend reich bedacht. Genauso wie seine Frau Ursula, für die Hesselmann in seiner Abschiedsrede liebevolle Worte fand: „Danke Ursula, du hast jahrzehntelang dafür gesorgt, dass ich weitermachen konnte.“

Der offizielle Teil des Abends, moderiert von Fachbereichsleiter Holger Bothur, für Alfred Hesselmann, der aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus seinem Amt als Leiter der Sendener Feuerwehr schied, war geprägt von Wehmut über das Ende einer Ära und von Dankbarkeit darüber, eine solche Führungspersönlichkeit gehabt zu haben.

Bürgermeister Sebastian Täger lobte den scheidenden Feuerwehrchef in seiner Rede mit den Worten „Du hast immer mit vollen Einsatz gehandelt. Du hast dein Amt nie als Bürde gesehen.“

Feuerwehrchef Hesselmann wird verabschiedet

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  • Geste und Applaus zum Abschied: Alle Kameraden bilden ein Spalier vor der Steverhalle. Foto: di
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Der 59-Jährige Feuerwehrchef habe nicht nur „eine steile Feuerwehrkarriere“ hingelegt, sondern die Sendener Feuerwehr durch hohes persönliches Engagement immer weiter entwickelt und mit Hilfe kollegialer Teamarbeit auf heute 140 Feuerwehrleute ausgebaut: „Du hinterlässt ein gut bestelltes Haus.“

Auch Kreisbrandmeister Christoph Nolte, der zusammen mit den Wehrführern aller Kommunen des Kreises Coesfeld gekommen war, lobte die Arbeitsweise des Sendener Wehrführers: „Deine Meinung fand in unserem Kreis immer Gehör.“

Hans-Peter Schaefer, Jessener Stadtwehrleiter, verwies in seinem Grußwort auf die freundliche und offene Art Hesselmanns. Dabei rief Schaefer die Hochwasserkatastrophe in Erinnerung, die Jessen 2002 heimgesucht hatte: Die damals von der Sendener Feuerwehr geleistete Hilfe war „gelebte Partnerschaft und bleibt unvergessen“.

Die Sendener Löschzugführer Heiko Pohlmann (Senden), Markus Middendorf (Bösensell) und Markus Osthues als stellvertretender Löschzugführer aus Ottmarsbocholt hatten neben vielen lobenden Worten auch Geschenke für ihren ehemaligen Chef und dessen Gattin im Gepäck, damit beide den Ruhestand genießen können.

Die letzten Worte in diesem Reden- und Grußwortreigen aber gebührten Alfred Hesselmann, der seit 45 Jahren Feuerwehrmann ist, selbst. Es waren Worte, für die er langanhaltenden Applaus bekam. „Ich lande nun das Flugzeug und mache Platz im Cockpit. Und schaue ich auf den kommenden Wehrführer, kann ich zuversichtlicher nicht sein“, sagte Hesselmann in Richtung von Manfred Overbeck.

„Die Feuerwehr ist kein Solo-Konzert, sondern ihre Arbeit muss von vielen Schultern getragen werden“, betonte Hesselmann. Und das sei hier in Senden der Fall: „Die Ortsteile sind eine Einheit geworden, sie sind eine hochmotivierte Mannschaft“, lobte Hesselmann die 125 aktiven Kameradinnen und Kameraden.

Doch wo Licht ist, fällt auch Schatten. Denn so eine ehrenamtliche Tätigkeit habe einen hohen Preis: „Sie kostet Zeit und Kraft. Aber sie war es wert. Ich würde es immer wieder tun.“

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