Gemeindeelternrat als Lobby für Familien
„Kinder schützen und sie stark machen“

Senden -

Der Gemeindeelternrat sieht sich als Lobby für Familien in Senden und Bindeglied zwischen Kommunalverwaltung, Kitas und Eltern. Trotz der wichtigen Aufgaben hadert das Gremium mit seinem Bekanntheitsgrad.

Dienstag, 23.05.2017, 19:05 Uhr

Den Vorstand des Gemeindeelternrates bilden: Carina Deelmann (neue Schriftführerin), Frouke Huesmann-Piket (1. Vorsitzende), Pia Kuhn (2. Vorsitzende) und Rut Hagemann (Kassiererin).
Den Vorstand des Gemeindeelternrates bilden: Carina Deelmann (neue Schriftführerin), Frouke Huesmann-Piket (1. Vorsitzende), Pia Kuhn (2. Vorsitzende) und Rut Hagemann (Kassiererin). Foto: privat

Der Gemeindeelternrat fungiert als Lobby für die Familien, bildet ein Bindeglied zwischen der Gemeinde, den Kitas und den Vätern und Müttern, die dort ihre Kinder betreut wissen. Anders als mit der Bedeutung des Vereins sieht es mit seiner Bekanntheit aus. „Es gibt immer noch Eltern, die uns nicht kennen oder kein Interesse an unserer Arbeit haben“, resümiert Frouke Huesmann-Piket , die gerade wieder zur ersten Vorsitzenden des Gemeindeelternrates (GER) gewählt wurde.

Diesen Posten hat sie 2014 von Sven Keusch übernommen. Im Frühjahr 2018 möchte Huesmann-Piket ebenfalls den Staffelstab weitergeben. „Es zeichnet sich ab, dass wir dringend einen Nachfolger brauchen“, hat die Vorsitzende schon als Devise ausgegeben, als sie jetzt zu einer weiteren Runde angetreten ist.

Zuversichtlich stimmt sie mit Blick auf den anstehenden Wechsel, dass die jüngste Versammlung des Gemeindeelternrates mit rund zwei Dutzend Teilnehmern relativ gut besucht war.

Eingeladen werden jeweils die zwei Elternvertreter je Kindergartengruppe, so dass im Schnitt etwa zehn Väter oder Mütter pro Kita als Unterstützer des Gemeindeelternrates fungieren könnten. Dass die zeitlichen Grenzen für ehrenamtliches Engagement eng gesteckt sind, weiß Huesmann-Piket, die Verständnis dafür äußert, warum die Arbeit in dem Gremium nur von wenigen Eltern übernommen wird. Mit dem Team ihrer Mitstreiterinnen sorgt sie dafür, dass neben Familie und Beruf auch noch Kraft ins Gemeinwohl fließt.

Ein fester Programmpunkt, den der Gemeindeelternrat anbietet, stößt immer auf rege Nachfrage: Die beiden Erste-Hilfe-Kurse, die in jedem Frühjahr auf der Agenda stehen, sind immer flugs ausgebucht.

Das Projekt „Mut tut gut“

hat für die GER-Führungsriege ebenfalls hohe Bedeutung. Ziel ist es, die Persönlichkeit und das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken, damit sie sich gegen Grenzverletzungen wehren und laut Nein sagen können. Mit dem kommenden Kindergartenjahr soll das Vorhaben in Kooperation mit einer Familienbildungsstätte als AG starten, in der sich jeweils zwei Fachkräfte der elf Kitas in Senden treffen und fortbilden lassen. „Die Eltern werden immer ängstlicher, das überträgt sich auf die Kinder“, hat Huesmann-Piket beobachtet. Kinder verdienten Schutz, sollten aber nicht verunsichert, sondern gestärkt werden.

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