Schnelle Hilfe beim langsamen Surfen
Das Turbo-Internet stottert

Senden -

Es gibt schnelle Hilfe gegen das langsame Surfen, über das viele Helinet-Kunden klagen. Zwar kommt per Glasfaser die volle Datenmenge an, per WLAN lässt sie sich aber nicht störungsfrei empfangen. Abhilfe verschaffen wenige Klicks bei der Konfiguration der Fritzbox.

Samstag, 27.05.2017, 08:05 Uhr

Die Kommunikation zwischen Fritzbox und Rechner lässt sich in den Einstellungen des Routers schnell verbessern.
Die Kommunikation zwischen Fritzbox und Rechner lässt sich in den Einstellungen des Routers schnell verbessern. Foto: colourbox/di

Den Anschluss an den Datenhighway hatte die Familie fast schon bereut. Von wegen Breitband-Verbindung! Der Turbo beim Internet stotterte immer wieder. So wie der Familie, die im Baugebiet Mönkingheide wohnt, ergeht es vielen in Senden, die mit der Glasfaser hadern. Das zeigt sich im Dorfgespräch ebenso wie in einschlägigen Sozialen Netzwerken, wo regelmäßig Frust abgeladen wird. Immer wieder wird dort beklagt, dass die Downloadzeiten zu lang sind. Statt flotter Datenübertragung dreht sich eine Spirale auf dem Bildschirm. Dabei ist Hilfe so nah und leicht zu installieren.

Problem liegt nicht bei Providern

Dass sich der Frust gegen die Provider Helinet und Deutsche Glasfaser richtet, scheint aber nicht gerechtfertigt. Denn wer einen Speedtest macht, stellt fest, was auch Michael Kiesling , Chef des örtlichen EDV-Hauses myCMD, betont: „Die Leistung liegt an.“ Das Problem, das viele Kunden umtreibt, ist die „Verteilung“ in den eigenen vier Wänden. Diese Quelle für Ärger lässt sich jedoch einfach abstellen: Wem es so ergeht wie der Familie in der Mönkingheide, bei der selbst in unmittelbarer Nähe der Fritzbox kein Musiktitel mehr ohne Unterbrechung zu hören war, sollte sich auf die Oberfläche seiner Fritzbox begeben. Nur ein einziges Häkchen ist nötig, um die Ursache für das langsame Laden zu beseitigen.

Vor etwa einem Monat, so Anna Unger, Fachinformatikerin für Systemintegration beim myCMD, wurden die Fritzboxen von ihrem Hersteller AVM einem Update unterzogen, was die Verarbeitung von Seiten des neuen IPv6-Standards betrifft.

Wer in Senden wieder schnell surfen will, sollte dieses Häkchen bei der Konfigurierung seiner Fritzbox wieder rückgängig machen. „Es ist derzeit kein Nachteil, IPv6 auszuschalten“, pflichtet auch Martin Köster , Sprecher der Helinet, auf WN-Anfrage bei.

Helinet bleibt passiv

Köster bestätigt, dass regelmäßig Nutzer wegen des Themas Download-Zeiten im technischen Support des Providers anrufen. Dort werde der Hinweis auf den einfachen Zugriff auf die Fritzbox gegeben. Die Anzahl der Kundenanfragen in dieser Frage sei aber insgesamt noch so gering gewesen, dass Helinet nicht von sich aus, die Kunden über das Problem und seine einfache Beseitigung informiert habe. Angesichts der Bandbreite durch Glasfaser seien die Verzögerungen bei Musik, Video oder sonstigen Anwendungen praktisch kaum zu spüren, beteuert Kösters. „Die Zahl der Kunden, die das bemerken, ist überschaubar.“

Ortsansässiger IT-Experte klärt auf

Beim IT-Experten vor Ort jedoch häuften sich eine ganze Zeit lang die Anfragen, genervter Kunden, die sich über das Surfen mit gezogener Handbremse beschwerten. Deshalb hat Michael Kiesling einen Video-Clip als Tutorial hergestellt und auf die Homepage seines Unternehmens gestellt. Betroffen sind wohl in erster Linie Helinet-Kunden. Denn von ihnen haben viele den Anschluss samt neuer Fritzbox gekauft, während die Deutsche Glasfaser einen anderen Router zur Verfügung gestellt hatte.

Info

Es ist auch für Laien möglich, die Einstellungen auf der Fritzbox zu ändern. Dazu am besten das Tutorial vom myCMD befolgen. Die Schritte: Per Browser einloggen, in der Übersicht „Internet“/„Zugangsdaten“ anklicken und über den Reiter IPv6 die IPv6-Unterstützung deaktivieren, indem das Häkchen entfernt wird.

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