Nester des Eichen-Prozessionsspinners in Nähe von Wohngebieten:
Gefährliche Raupen breiten sich auch in Senden aus

Senden -

Berührungen mit Raupen des Eichen-Prozessionsspinners können zu allergischen Reaktionen bis hin zum allergischen Schock führen. In Senden sind in der Nähe von Wohngebieten bereits mehrere Nester entdeckt worden.

Freitag, 16.06.2017, 12:06 Uhr

Die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners sind gefährlich für den Menschen: Berührungen können zu allergischen Reaktionen bis hin zum allergischen Schock führen.
Die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners sind gefährlich für den Menschen: Berührungen können zu allergischen Reaktionen bis hin zum allergischen Schock führen. Foto: Pjer Biederstädt

Susanne Hase macht sich Sorgen um die Gesundheit von Spaziergängern und insbesondere von Kindern, die in den Waldstücken in und um Senden unterwegs sind. An mehreren Stellen sind ihr in den vergangenen Tagen Nester des Eichen-Prozessionsspinners ins Auge gefallen. Die Raupen dieses Schmetterlings sind gefährlich für den Menschen. Denn die feinen Härchen dieser Tiere können bei Kontakt zu allergischen Hautreaktionen bis zum allergischen Schock führen (WN berichteten).

Susanne Hase sind Stellen am Hagenkamp, am Dorffeld sowie am Stever-Radweg in der Nähe des Wohngebietes Siebenstücken bekannt, in denen sich die Insekten eingenistet hatten.

„Ich habe einen Schwager, der selbst betroffen war“, begründet die Sendenerin ihre Sorge. Bereits am Montag habe sie die Gemeinde alarmiert. Mitarbeiter des Bauhofes seien zwar bei ihr im Hagenkamp vor Ort gewesen, um Nester zu beseitigen. Sie habe allerdings den Eindruck, „dass die Gemeinde zu lapidar und nicht professionell genug“ mit dem Problem umgehe, sagt Hase.

Dem widerspricht Erwin Oberhaus : „Wir sind bereits seit der Woche nach Pfingsten unterwegs, um Nester zu entfernen“, berichtet der Mitarbeiter der Bauverwaltung auf Anfrage unserer Zeitung. Der ausgebildete Baumpfleger Gebhard Spiekers sei dem Problem von sich aus auf der Spur. Er erfasse zurzeit den Baumbestand in der Gemeinde und entsorge Nester, sobald er welche entdecke. Darüber hinaus habe die Verwaltung auch auf Hinweise aus der Bevölkerung reagiert. „Wir haben bereits mehrere Anruf erhalten, denen wir sofort nachgegangen sind“, sagt Oberhaus.

Zum Thema

Wer Nester des Eichen-Prozessionsspinners entdeckt, wird gebeten, sich telefonisch an die Gemeinde Senden zu wenden, entweder an Marcus Thies (' 0 25 97/ 69 93 08) oder an Erwin Oberhaus (' 0 25 97/69 93 28). 

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