Ende einer langen Debatte
Baustart auf Buskamp-Brache

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Mit der Bebauung der rund 6000 Quadratmeter großen Brache im Buskamp endet ein jahrelanges Ringen und Gezerre um Wohnformen, die vom Standard-Einfamilienhaus abweichen.

Samstag, 24.06.2017, 09:06 Uhr

Ihr Projekt am Buskamp haben Alexandra Liesert und Architekt Eckhard Scholz so vorbereitet, dass der Baustart für den September angepeilt ist.
Ihr Projekt am Buskamp haben Alexandra Liesert und Architekt Eckhard Scholz so vorbereitet, dass der Baustart für den September angepeilt ist. Foto: di

Es war im April 2012, als sich eine Gruppe von Projektenwicklern und Vertretern der Gemeindeverwaltung vor einem Bauschild ablichten ließ – als symbolischer Start für das Vorhaben, eine Fläche im Buskamp zu bebauen, auf der andere Wohnformen umgesetzt werden sollten als die klassischen Einfamilienhäuser. Gut fünf Jahre später entsteht wieder ein Foto vor einem Bauschild – nur: Diesmal sollen die Pläne auch in Beton gegossen und verklinkert werden. Bisher ist das Areal nichts mehr als eine Brache, die gerade eingezäunt wurde.

Baustart hängt auch von bürokratischen Mühlen ab

Hinter den Kulissen sind die Vorbereitungen bereits weit gediehen: Alexandra Liesert, Bauingenieurin und Projektleiterin bei dem Dülmener Bauunternehmen, und Eckhard Scholz als Architekt haben den Baustart fest im Visier. Beim Timing sind sie aber nicht zuletzt davon abhängig, wie schnell die Mühlen der Bürokratie mahlen. Die erste Baugenehmigung, davon gehen Investor und Planer aus, werde nicht vor Ende der Sommerferien vorliegen. Dass Bagger und Maurerkolonnen anrücken werde nicht vor September der Fall sein.

Der Bauantrag für das westlich gelegene Mehrfamilienhaus sei vor zwei Monaten gestellt worden, für einen ersten Abschnitt der Reihenhäuser gingen die Unterlagen Anfang Juni auf den Weg zur Behörde in Coesfeld.

6000 Quadratmeter stehen für zwölf Reihenhäuser und zwei Geschosswohnungsbauten zur Verfügung.

6000 Quadratmeter stehen für zwölf Reihenhäuser und zwei Geschosswohnungsbauten zur Verfügung. Foto: di

Gebaut wird von der westlichen Seite (dem Musikerviertel) aus in Richtung Offenbachstraße. Der überschlägige Terminplan lautet, dass das gesamte Bauprojekt bis Ende 2018 fertiggestellt worden ist.

Baustellen nicht über Walskamp und Dorffeld erschlossen

Um die Belastungen durch Bau- und Lieferfahrzeuge zu verringern, werde eine geschotterte Baustraße angelegt, um die Baustellen via K 4 und Offenbachstraße zu erschließen. Laut Aussage von Scholz „dürfen“ die Baufahrzeuge das Areal nicht via Walskamp oder Dorffeld ansteuern.

Anwohner haben Pläne kritisch begleitet

Die von allen politischen Fraktionen ursprünglich geforderten „alternativen Wohnformen“ haben sich in jahrelangem Gezerre von kompakten Mehrfamilienhäusern (mit bis zu 60 Wohneinheiten) zu einer Mischung aus Geschosswohnungsbau und Reihenhäusern entwickelt. Dem Anschein nach haben sich mit dieser Planung auch die Nachbarn arrangiert, die das Vorhaben in all den Jahren kritisch begleiteten und dem Szenario dem Vorzug gaben, dass auf der rund 6000 Quadratmeter großen Fläche elf Einfamilienhäuser entstehen, die sich an dem Maßstab der umliegenden Bebauung orientieren.

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