Internationales Begegnungsfest
Das positive Feedback spornt an

Senden -

Auf die Premiere sollen weitere Veranstaltungen folgen, darin sind sich die Veranstalter des Internationalen Begegnungsfestes einig. Das positive Feedback spornt sie an. In welcher Form und wie oft ein solches Event über die Bühne gehen soll, ist noch offen.

Montag, 10.07.2017, 16:07 Uhr

Kontraste auf dem Begegnungsfest: Während auf der Dümmerwiese kurdische Frauen spontan tanzen, bereiten sich die Ballett-Schülerinnen, ASV-Tänzerinnen oder Wushu-Kämpfer auf ihren Bühnenauftritt vor.
Kontraste auf dem Begegnungsfest: Während auf der Dümmerwiese kurdische Frauen spontan tanzen, bereiten sich die Ballett-Schülerinnen, ASV-Tänzerinnen oder Wushu-Kämpfer auf ihren Bühnenauftritt vor. Foto: hha

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Das gilt auch für das Internationale Begegnungsfest. Von dem es, so viel dürfte sicher sein, wohl noch eine weitere Auflage geben wird. Bevor aber die Gedanken gar zu einem regelmäßigen Spielbetrieb schweifen, lassen die Organisatoren und beteiligten Partner die Freude über die gelungene Premiere nachhallen. „Es war sehr harmonisch und sehr schön“, lautet das Resümee von Günter Melchers, Leiter des Kulturamtes der Gemeinde Senden.

Mit harmonisch meint er sowohl die Atmosphäre auf dem Fest als auch den Ablauf vor und hinter den Kulissen. Was sich schon bei der Planung abgezeichnet hat, setzte sich beim Auf- und Abbau für das Event fort. „Alles hat reibungslos geklappt“, betont Melchers, der viele helfende Hände und „keine Nörgeleien“ erlebt hat. Mehr als bloße Randnotiz: Der Veranstaltungsprofi weist auch darauf hin, dass die üppige Bestückung der Buffets, unter anderem von Flüchtlingshilfe Senden und kurdischen Familien, ratzekahl aufgessen wurde. Gleiches gilt für die Getränke: „Es hat bis auf das letzte Glas Bier gepasst“, schildert Melchers.

Auf die Premiere sollen weitere Veranstaltungen folgen

► Das Orga-Team der Veranstalter „Aktion Hoffnungsschimmer“, Flüchtlingshilfe Senden, Deutsch-Kurdischer Freundeskreis und die Gemeinde Senden möchte die Freude über die erfolgreiche Premiere teilen. Deshalb soll ein Nachtreffen mit allen beteiligten Vereinen, Initiativen und Gruppen stattfinden. „Wir wollen uns nach dem Fest die Hand reichen und Perspektiven entwickeln, wie es weitergehen kann.“ ► Ob sich das Format der Veranstaltung ändert und in welchem Rhythmus eine Wiederholung sinnvoll und erwünscht ist, müsse geklärt werden.

► Zum Erfolg der Podiumsdiskussion hat Trainer Ismail Atalan beigetragen. Der sich die Zeit wirklich abgerungen hat. Denn am selben Nachmittag musste er noch zu einer Hochzeit, und am Montag saß er schon im Flieger nach Manchester, um bis Donnerstag bei Trainer-Star Pep Guardiola zu hospitieren.

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Was zeigt: Das Echo auf die Einladung war wirklich beträchtlich. Und das Feedback durchweg positiv. Sogar Fanpost per E-Mail sei im Rathaus angekommen, wo sonst eher Rückmeldungen auflaufen, wenn es etwas zu monieren gibt.

Beim Begegnungsfest gab es offenbar keine Klagen. Eine „sehr positive Stimmung“ hat Alfred Holz , Vorsitzender der „Aktion Hoffnungsschimmer“, registriert. Die Vielfalt Sendens „ist erkennbar geworden, und die Besucher sind vielfach ins Gespräch gekommen“, hebt Holz hervor. Er verhehlt nicht, dass mit dem Wetter zugleich optimale Rahmenbedingungen herrschten. Der Alt-Bürgermeister weiß das Engagement der Vereine und Gruppen zu schätzen, würdigt aber auch die Bereitschaft der Bevölkerung, sich für den Austausch der Kulturen zu öffnen, während unter anderem mit dem Stadtfest in Münster auch andere attraktive Veranstaltungen lockten. Für die „Aktion Hoffnungsschimmer“ zieht der Vorsitzende einen Strich drunter: „Es war viel Aufwand, aber das war die Sache mehr als wert.“

„Rückenwind“ bei der Aufgabe, die Menschen, die in Senden Zuflucht gesucht haben, zu integrieren, spürt Dr. Hans Meckling. Denn der Zuspruch der Bevölkerung sei enorm gewesen. Auch der Ablauf der Großveranstaltung funktionierte und löste die erhoffte Signalwirkung aus. „Für das große Rad, das wir drehen wollten, war es ein voller Erfolg.“

Diese Einschätzung teilt Orhan Atalan vom Deutsch-Kurdischen Freundeskreis, Senden. Das Fest habe seinen Zweck voll erfüllt: „Wir wollten, dass die Herzen berührt werden und dass sich Vorurteile abbauen durch Begegnung.“ Atalan ist nicht nur „stolz“ darauf, was die kurdisch-ezidische Community vom Programm auf der Bühne übers Essen bis zum originalgetreuen Hirtenzelt auf die Beine gestellt hat. Ihn freut zugleich, dass die Besucher aus Senden und dem Umkreis Kontakte geknüpft haben. „Das Wichtigste war der Dialog.“ Wie Atalan schildert seien Sendener auf ihn zugekommen, die es bedauert hatten, dass es nicht schon früher die Gelegenheit gab, eine Brücke zu der Gruppe der Kurden und Eziden in Senden zu schlagen, die noch stärker zeigen wollen, dass sie Teil des gesellschaftlichen Lebens sind.

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