Vorzeigeprojekt am Rohrkamp:
Bunte Blumen blühen für die Artenvielfalt

Senden -

Viele Tausend Wildblumen blühen am Rohrkamp und auf fünf weiteren Flächen in der Gemeinde. Sie dienen dem Erhalt der Artenvielfalt, da sie Kleinlebewesen Nahrung und Schutz bieten.

Dienstag, 15.08.2017, 12:18 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 15.08.2017, 12:18 Uhr
In ein Blütenmeer hat sich am Rohrkamp die Wiese zwischen Waldfriedhof und Hiegenbusch entwickelt. Die Pflanzen bieten Kleinlebewesen Schutz und Nahrung.
In ein Blütenmeer hat sich am Rohrkamp die Wiese zwischen Waldfriedhof und Hiegenbusch entwickelt. Die Pflanzen bieten Kleinlebewesen Schutz und Nahrung. Foto: sff

Wie schön Naturschutz sein kann, zeigt sich in diesen Tagen am Rohrkamp. Denn dort erstreckt sich auf der Wiese zwischen Waldfriedhof und Hiegenbusch ein bunt blühendes Blumenmeer. Freilich nicht von ganz alleine.

„Ein Lohnunternehmer hat für uns eine Samenmischung ausgesät, um die Artenvielfalt zu fördern. Es handelt sich um einen Antrag der Grünen, dem wir nachgegangen sind“, erklärt Erwin Oberhaus , Mitarbeiter der Sendener Bauverwaltung, auf Anfrage. Außer der Wiese am Rohrkamp seien fünf weitere Flächen in das Projekt einbezogen worden: auf dem Waldfriedhof am Sternenfeld, an der Kita Drachenwiese, an der Kita Am Schloss und an der Stever am Prozessionsweg sowie im Bösenseller Südfeld.

„Wir haben festgestellt, dass sich die Pflanzen an sonnigen Stellen, so wie am Rohrkamp, sehr gut entwickeln. In den schattigen Bereichen hat das leider nicht so funktioniert wie erhofft“, resümiert Oberhaus, der sich über die positiven Kommentare aus der Bürgerschaft freut, die bereits im Rathaus eingegangen sind.

Außer der Gemeinde Senden haben auch die Landwirtschaftlichen Ortsverbände Wildblumen ausgesät, im Rahmen ihres Projektes „Blütenpracht am Wegesrand“ (WN berichteten). „Wir haben uns mit den Landwirten beim Kauf des Saatgutes zusammen getan, haben diese Mischung aber durch zusätzliche Sorten ergänzt, um den Einsatz für die Artenvielfalt zu erweitern“, sagt der Mitarbeiter der Bauverwaltung.

Bei den Aktionen der Gemeinde und der Landwirte geht es in erster Linie nicht um die Vielfalt der blühenden Blumen. Vielmehr steht deren Funktion als Nahrungsquelle und Schutz für Insekten und andere Kleinlebewesen im Fokus.

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