Matthias Foschepoth hält Geschehen in seinem Heimatdorf in Fotos fest:
Bösenseller Leben fest im Fokus

Bösensell -

Vor 40 Jahren hat Matthias Foschepoth seine erste Kamera bekommen. Seither hält der heute 50-jährige Hobby-Fotograf das dörfliche Geschehen in seinem Heimatort Bösensell in Bildern fest.

Freitag, 25.08.2017, 13:08 Uhr

Mit Leidenschaft und Können hält Matthias Foschepoth seit 40 Jahren die Ereignisse in seinem Heimatdorf Bösensell in Bildern fest.
Mit Leidenschaft und Können hält Matthias Foschepoth seit 40 Jahren die Ereignisse in seinem Heimatdorf Bösensell in Bildern fest.

Jedes Dorf im Münsterland hat seine Besonderheiten und ganz eigene Feste und Traditionen, aus denen die Menschen gesundes Selbstbewusstsein und Stolz auf ihre Heimat schöpfen. Darum ist es für die eigene Erinnerung und folgende Generationen wichtig, dass dieses Geschehen im Bild festgehalten und dokumentiert wird. In Bösensell widmet sich Matthias Foschepoth mit Hingabe, Freude und Können dieser Aufgabe. Der Hobby-Fotograf ist stets zugegen – beim Chorkonzert in der Kirche, beim ersten Spatenstich für den Kita-Anbau, beim Kolping-Jubiläum, bei Goldhochzeiten oder wenn der neue Schützenkönig samt Gefolge für die Ewigkeit abzulichten sind.

Matthias Foschepoth ist in Bösensell schon seit vier Jahrzehnten mit der Kamera unterwegs. Diese Dokumentar-Tätigkeit hat er von seinem Vater Heinrich übernommen. Wie auch der schon von seinem Vater. Dabei ist Matthias Foschepoth, Fotograf und Diplom-Physiker, beileibe kein Paparazzo. Er lauert niemandem auf. Die Bösenseller freuen sich, ihn am Ort des Geschehens zu treffen. Wie beispielsweise beim vergangenen Schützenfest in der festlich geschmückten Reithalle. Liebenswürdig und bescheiden taucht er aus dem Hintergrund auf, richtet noch einmal kurz die verdrehte Königskette, hebt den Strauß der Ehrendame links ein wenig an, ermuntert den alten König doch ein wenig mehr zu lächeln – und dann blitzt er sie auf den Fotochip. Die Ruhe, die er verströmt, ist beispielhaft und überträgt sich sofort.

Als Zehnjähriger bekam Matthias Foschepoth seine erste Kamera geschenkt.

Als Zehnjähriger bekam Matthias Foschepoth seine erste Kamera geschenkt. Foto: privat

Daheim, im Haus der Eltern zeugen Wandregale voll mit Dia-Kästen, Fotoalben und Aktenordnern von der Geschichte der Foschepothschen Fotokunst. Es mögen Hunderttausende von Schnappschüssen und Dokumentarfotos sein. „Zählen kann ich die auch nicht mehr“, schmunzelt der 50-jährige Hobbyfotograf. Doch ein Bild hat es ihm besonders angetan. Es zeigt ihn, den Matthias, wie er gerade mal mit zehn Jahren stolz seine erste Kamera in den Händen hält – ohne die Technik einer Digitalkamera oder eines Smartphones. Matthias‘ erste Kamera hatte noch Symbole für drei Einstellmöglichkeiten: bei Sonne, Wolken und Personen. Heute fotografiert er mit einer modernen Spiegelreflex, ausgestattet mit Objektiven verschiedener Brennweiten. Dennoch vergisst er nicht die Hochachtung beim Betrachten der Bilder, die der Großvater noch auf beschichtete Platten belichtet hat. Negative, die auch heute noch als einmalige Dokumentationen gelten.

Mit einer Drohne möchte Matthias Foschepoth in Zukunft Ereignisse in seinem Heimatdorf auch aus der Vogelperspektive aufnehmen.

Mit einer Drohne möchte Matthias Foschepoth in Zukunft Ereignisse in seinem Heimatdorf auch aus der Vogelperspektive aufnehmen. Foto: Dieter Klein

Neben diesen unbezahlbaren Zeitzeugen Bösenseller Vergangenheit liegt die Zukunft: Eine Drohne mit angekoppelter Fotokamera. Denn bei seiner Liebe zu herkömmlicher Fotografie möchte Foschepoth demnächst auch Festumzüge oder Einweihungen aus ungewöhnlicher Perspektive digital aufnehmen. So, dass auch zukünftige Generationen Bösensells aus der historischen Entwicklung ihrer Heimat schöpfen und lernen können. Bilder, die belegen sollen, dass das Dorf zu allen Zeiten von gepflegter Geselligkeit und Heimatfreude geprägt war.

Zählen kann ich die auch nicht mehr.

Matthias Foschepoth über die Menge seiner archivierten Fotos
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