Brennnesseln am Sandkasten und offener Zugang zum Düker:
Spielplätze halten auf Trab

Bösensell -

Insgesamt stellt Daniela Rohlmann den Spielplätzen in Bösensell gute Noten aus. Trotzdem sieht die junge Mutter Optimierungsbedarf in Sachen Sicherheit, Sauberkeit und Angebot.

Donnerstag, 31.08.2017, 16:08 Uhr

Für den Spaß am Spielen gibt es am Sporksfeld etliche Möglichkeiten. Den ganz Kleinen steht allerdings kein spezielles Gerät zur Verfügung.
Für den Spaß am Spielen gibt es am Sporksfeld etliche Möglichkeiten. Den ganz Kleinen steht allerdings kein spezielles Gerät zur Verfügung. Foto: sff

„Ich fühle mich wohl als Mutter mit Kind in Bösensell“, sagt Daniela Rohlmann . Das dörfliche Umfeld und die Atmosphäre im Sporksfeld sagen der 38-Jährigen, die im Februar zum zweiten mal Mutter wird, ganz besonders zu. Gleichwohl hat sie aus eigener Anschauung und durch Gespräche mit anderen jungen Müttern die Spielplatz-Situation im Dorf durchaus kritisch im Blick. Deshalb folgte sie dem Aufruf der WN, sich zum Familienleben in Senden zu äußern.

„Für die etwas größeren Kinder gibt es eine Menge Möglichkeiten. Aber für die ganz Kleinen fehlt es an Geräten, wie zum Beispiel einer Babyschaukel. Andererseits sind einige andere Spielgeräte überflüssig“, sagt die Bösensellerin. Inakzeptabel ist für sie der Zustand des Spielplatzes am Sportplatz: „Die Geräte sind in Ordnung, aber das Umfeld ist nicht anständig gepflegt. Brennnesseln, Disteln und Moos haben da nichts zu suchen“, beschreibt die junge Mutter den Zustand des beschatteten Areals, das sich besonders an heißen Tagen „super zum Spielen eignet“. Dort und auch an anderen Stellen müsse die Gemeinde mehr auf die Grünflächenpflege achten.

Moos und Brennnesseln haben sich auf dem Spielplatz am Bösenseller Spielplatz breitgemacht.

Moos und Brennnesseln haben sich auf dem Spielplatz am Bösenseller Spielplatz breitgemacht. Foto: sff

„Hier bei uns im Sporksfeld ist der Spielplatz aktuell schön gepflegt. Allerdings hat man an einer Stelle zu viel des Guten getan“, hat Rohlmann eine etwa einen Meter breite Schneise in der Hecke vor Augen. Genau gegenüber des Sandkastens ist der Weg zum Düker des Langenbachs offen. In einem unbeobachteten Moment könnte dort ein Kind etwa 1,50 Meter in die Tiefe auf ein Eisengitter stürzen.

Dieses Gefahrenpotenzial sieht auch Erwin Oberhaus : „Wir werden das Loch so bald wie möglich mit einem Zaun verschließen“, verspricht der Mitarbeiter der Sendener Bauverwaltung auf Anfrage der WN. Gleichwohl liege die Aufsichtspflicht bei den Eltern. „Es ist nicht möglich, alle Zugänge zu Gewässern zu schließen“, sagt er.

Am Spielplatz des Wohngebietes Sporksfeld ist der Zugang zum Düker offen. Dort besteht Sturzgefahr für Kinder, die dort auf Abenteuersuche sind.

Am Spielplatz des Wohngebietes Sporksfeld ist der Zugang zum Düker offen. Dort besteht Sturzgefahr für Kinder, die dort auf Abenteuersuche sind. Foto: sff

Auch auf den Hinweis bezüglich der Spielfläche am Sportplatz will die Gemeinde jetzt unverzüglich reagieren. Der Bauhof werde das Areal reinigen. Durch die Witterung der vergangenen Wochen seien die Pflanzen überall sehr üppig gewachsen. Und der Bauhof sei schließlich für die Grünflächenpflege in der gesamten Gemeinde zuständig, weist Oberhaus auf den insgesamt hohen Arbeitsanfall hin. Sicherheit und Sauberkeit der Spielplätze in der Gemeinde würden wöchentlich überprüft.

Die Ausstattung der Flächen richte sich grundsätzlich an Kinder ab drei Jahren. Spielgeräte für ganz Kleine seien daher nicht von vornherein vorgesehen, informiert der Mitarbeiter der Bauverwaltung. „Außerdem gibt es in dem Bereich erst ein recht kleines Repertoire. Wenn der Wunsch nach anderen Geräten besteht, können sich Eltern direkt an die Gemeinde wenden“, so Oberhaus, der diesbezügliche Anregungen unter ✆ 0 25 97 / 699-328 entgegennimmt.

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