Jugendliche arbeiten für den Denkmalschutz:
Funke für das Schloss springt über

Senden -

Die Jugendbauhütte hat seit Frühjahr 2016 bereits 2000 ehrenamtliche Stunden für Schloss Senden geleistet. Im Oktober folgt eine weitere Einsatzwoche mit 20 ehrenamtlich arbeitenden Jugendlichen nd jungen Erwachsenen.

Donnerstag, 14.09.2017, 18:09 Uhr

Vor dem anstehenden Arbeitseinsatz führte Dr. Martina Fleßner (l.) die Ehrenamtlichen der Jugendbauhütte durch Schloss Senden und machte sie mit der Historie des Sendener Wahrzeichens vertraut.
Vor dem anstehenden Arbeitseinsatz führte Dr. Martina Fleßner (l.) die Ehrenamtlichen der Jugendbauhütte durch Schloss Senden und machte sie mit der Historie des Sendener Wahrzeichens vertraut. Foto: sff

Junges Leben erfüllte am Donnerstag die historischen Räume von Schloss Senden. Dort begrüßte Geschäftsführerin Dr.  Martina Fleßner 20 Teilnehmer der Jugendbauhütte, die für den Denkmalschutz ein Freiwilliges Sozialen Jahr (FSJ) absolvieren. Und das ganz handfest und tatkräftig. Denn die Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden vom 9. bis einschließlich 13. Oktober eine Woche lang auf Schloss Senden arbeiten. Eine zweite Einsatzwoche soll dann im Mai folgen.

„Wir werden den Schlosspark winterfest machen, mit einem Floss von der Gräfte aus das Mauerwerk vom Bewuchs befreien, aber auch Dokumente sichten und damit Vorarbeit für die Archivierung beim Kreis Coesfeld leisten“, nennt Bernhard Anzalone , Leiter der Jugendbauhütte, nur einige Tätigkeiten, die im Oktober von den jungen Helfern ehrenamtlich in Angriff genommen werden. Es handelt sich seit April 2016 um die fünfte Einsatzwoche der Jugendbauhütte zum Erhalt von Schloss Senden.

„Bisher haben die Teilnehmer hier schon rund 2000 Stunden geleistet“, ist Anzalone stolz auf die Vorgänger-Gruppen. Und das nicht nur wegen der Arbeitsleistung, sondern auch wegen der Bewusstseinsbildung für den Denkmalschutz. „Es ist einfach klasse, wie die Jugendlichen bei der Sache sind. Sie identifizieren sich mit dem Denkmalschutz und sagen: ,Unser Schloss‘. Auch noch nach dem freiwilligen Jahr fragen sie, was mit dem Schloss passiert. Der Funke für den Erhalt des Kulturerbes springt über“, freut sich Anzalone über den nachhaltigen Effekt.

„Zurzeit befinden wir uns in einer intensiven Planungsphase“, berichtet Martina Fleßner im WN-Gespräch. Der Verein und Architekt Eckhard Scholz stimmten sich aktuell mit Statikern, Ingenieuren und Sachverständigen ab. Es gehe jetzt konkret darum, die Gründung des Mannenhauses, den Südturm und den Dachstuhl der Remise dauerhaft zu sichern. Ziel der Planungsphase sei es, möglichst bald Handwerker mit der Ausführung der Arbeiten beauftragen zu können, so die Geschäftsführerin.

Der Verein Schloss Senden lädt im Oktober wieder zu diversen Kultur-Veranstaltungen ein:

► „LWL Einblick: Schloss Senden“ am 11. Oktober (Mittwoch) um 15 bis 18 Uhr mit Führung und Gespräch vor Ort.

► „Baustellenführung“ mit dem Architekt Eckhard Scholz am 22. Oktober (Sonntag) um 15 Uhr.

► „Münsterland Festival Quartett“ am 25. Oktober (Mittwoch): 18.30 Uhr Schlossführung, 19.30 Uhr Konzertbeginn.

► Konzert „Live und direkt aus Nashville“ am 28. Oktober (Samstag) um 20 Uhr.

Die Veranstaltungen werden noch im Einzelnen und ausführlich angekündigt.

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