Steverhalle Senden
Ein Jazzabend zum Träumen für glückliche Gäste

Senden -

Herbert Frondziak und Günter Melchers vom Kulturamt hatten wieder einmal „goldene Händchen“ gehabt und waren genau auf die Formation gestoßen, die den Freunden des Jazz aus Senden und Umland viel Spaß bereitete.

Sonntag, 01.10.2017, 19:10 Uhr

Die Swingin‘ Affair Big Band  traf an einem warmen Herbstabend mit ihrer handgemachten Musik genau den Nerv der Gäste in der Steverhalle.
Die Swingin‘ Affair Big Band  traf an einem warmen Herbstabend mit ihrer handgemachten Musik genau den Nerv der Gäste in der Steverhalle. Foto: Klein

Freitagabend, Steverhalle Senden. Draußen schmeichelte wohl der letzte warme Herbsttag des Jahres. Drinnen tat die Swingin‘ Affair Big Band es ihm nach. Mit Musik fürs Herz. Und – wie sich leider eingerissen hat - mal nicht nur mit Watt. Das soll heißen: Gleitende Streicheleinheiten tonverliebter Saxophone statt lärmprogrammierter, metallischer E-Gitarren. Die Gäste im Saal waren hin und weg. Die meisten – schon etwas älter, feierten Klassentreffen mit Musik ihrer Jugend. Erinnerungen an Erwin Lehn , Hugo Strasser, Paul Kuhl oder Harald Banter drängten sich vor. Jazz zum Träumen. Wann gab es das schon mal? Menschen die bei Miles Davies, Roy Eldrige, Duke Ellington oder Charlie Parker ihre Hausaufgaben gemacht hatten, lächelten glücklich.

Herbert Frondziak und Günter Melchers vom Kulturamt hatten wieder einmal „goldene Händchen“ gehabt, als sie auf genau die Formation gestoßen waren und den Freunden des Jazz aus Senden und Umland Musik ins Haus geholt hatten, bei der ihre Gäste gleichzeitig in Erinnerungen swingen, verstehen und noch Unterhaltungen pflegen konnten.

Swingin‘ Affair Bandleader Karl-Heinz Stiebler besaß auch am Freitagabend den Instinkt des Könners, mit musikalisch kontrastreichen Kompositionen in die Farbenpracht eines Herbstwaldes zu modellieren. Verwirbelte gekonnt charmant sinnliche Swingnummern mit karibisch schwülstige Rhythmen zu einem selten bunten Klangteppich. Mit Solisten, denen die unaufdringliche Unterordnung mehr galt als prahlerisches Gehabe. Und was sie dadurch erst recht heraus hob. Beispielsweise die beiden Sängerinnen Christian Brambring und Rosa Latour. Stimmlich brillant und lupenrein vom großen Orchester perfekt gerahmt.

So wurde es ein Abend, den Niemand der dabei war, so schnell wieder vergessen kann. Der daran erinnerte, dass irgendwo zuhause noch eine Glenn-Miller- oder Günter-Noris-Platte liegen müsste. Mit den heiß geliebten Kompositionen der 30er. Aus Zeiten, in der die Großen des Jazz begannen, Kompromisse zu machen, um Kunst mit Entertainment zu mischen. Aus Dixieland und Chikablues einen Cuveé, den Swing modellierten. Der – wie sich am Freitag am nichtendenwollenden Beifall erkennen ließ, seine Fans nie verloren hat. „Swingin‘Affair als „Happy Affair“.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5191998?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F
So stellt sich die SPD den neuen Hafen-Markt vor
Die Baustelle am Hafencenter liegt still. Nach Vorschlägen der SPD könnte dort anstelle eines großen Supermarktes eine Markthalle entstehen, ohne dass die bereits fertigen Rohbauten abgerissen werden.
Nachrichten-Ticker