Landwirte arbeiten für schnelles Internet zusammen:
Glasfaser in den Acker gepflanzt

Senden -

Der Glasfaserausbau in den Außenbereichen nimmt Fahrt auf: Das Pilot-Projekt in Gettrup steht kurz vor der Fertigstellung. Als nächstes sollen die Leerrohrverlegung in den Bauerschaften Wierling, Holtrup und Schölling folgen.

Dienstag, 07.11.2017, 16:11 Uhr

Hand in Hand arbeiten die Nachbarn in der Bauerschaft Gettrup bei der Verlegung der Leerrohre für das schnelle Internet zusammen.
Hand in Hand arbeiten die Nachbarn in der Bauerschaft Gettrup bei der Verlegung der Leerrohre für das schnelle Internet zusammen. Foto: Gemeinde Senden

„Die Glasfaserverlegung im Außenbereich befindet sich auf einem guten Weg.“ Diese Zwischenbilanz ziehen aktuell Sendens Wirtschaftsförderer Melanie Baßenhoff und Niklas Esser . Gestartet wurde in der Bauerschaft Gettrup. Dort haben die Landwirte bereits über zehn Kilometer Leerrohre des „Pilot-Polygons“ mit Hilfe eines Glasfaserpfluges „gepflanzt“.

„Wir hoffen, dass die Arbeiten in Gettrup bis zum Jahresende abgeschlossen werden können. Jetzt müssen noch die Glasfaserkabel in die Leerrohre eingeblasen werden. Dann können die Haushalte an die Hauptleitung angeschlossen werden“, erklärt Esser.

Bei der Leerrohrverlegung haben die Bewohner des Außenbereichs gut nachbarschaftlich Hand in Hand zusammengearbeitet und sich so von Hof zu Hof vorgearbeitet. „Es ist schön zu sehen, dass die Gemeinschaft hier so gut zusammengehalten hat“, betont Marc Füstmann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsvereins und Mitorganisator des Projektes „Glasfaser im Außenbereich. Alfons Schräder, Vorsitzender des Vereins TGAS e.V. (Teilnehmergemeinschaft Glasfaser Außenbereich), ergänzt: „Ziel ist es, den gesamten Außenbereich auf diese Weise zu erschließen. Hierfür gibt es einen detaillierten Projektplan. Wir liegen absolut im zeitlichen Soll. Das stimmt mich sehr zuversichtlich für den weiteren Projektverlauf.“

Nichtsdestotrotz sind sich alle Beteiligten einig, dass es auch durchaus noch Optimierungspotenziale gibt. „Wir haben aus den gesammelten Erfahrungen in dem Startpolygon gelernt und werden die gewonnenen Erkenntnisse in den nun folgenden Polygonen umsetzen“, sagt Baßenhoff.

Als nächstes ist die Leerrohrverlegung in den Bauerschaften Wierling, Holtrup und Schölling geplant. „Wir hoffen, dass wir diese Polygone bis Mitte 2018 anschließen können“, nennt Esser die zeitliche Perspektive. Auch erste Teile der Ottmarsbocholter Bauerschaften werden erfasst, da die Polygone zum Teil auch ortsteilübergreifend geplant sind. Etwas länger müssen sich voraussichtlich die Bewohner des Bösenseller Außenbereichs gedulden. „Dort muss zunächst noch ein zusätzlicher PoP, ein zentraler Knotenpunkt für die Glasfaseranbindung, angelegt werden. Diese Aufgabe werden wir 2018 angehen und eine entsprechende Fläche zur Verfügung stellen“, verspricht Esser.

Im Rahmen der Projektplanung „Glasfaser im Außenbereich“ wurden die Bauerschaften in Senden, Ottmarsbocholt und Bösensell in insgesamt 15 so genannte Polygone, also Nachbarschaftsprojekte, aufgeteilt.

Die Teilnehmergemeinschaft Glasfaser Außenbereich (TGAS e.V.) zählt 375 Mitglieder. Im Jahr 2019 sollen alle 15 Polygone an die Datenautobahn angeschlossen sein, lautet das gemeinsame Ziel des Vereins und der Gemeinde.

Es ist schön zu sehen, dass die Gemeinschaft hier so gut zusammengehalten hat.

Marc Füstmann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsvereins
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