Gedenkfeier zum Volkstrauertag:
Gemeinsam den Frieden bewahren

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Zur Gedenkfeier an die Opfer von Krieg, Terror und Verfolgung fanden sich rund 70 Teilnehmer am Ehrenmal zusammen. Die Redner forderten zur Bewahrung des Friedens zum aktiven Einsatz für Demokratie und Integration auf.

Sonntag, 19.11.2017, 15:11 Uhr

Mit einfühlsamen Trompetenklängen stimmte Matthias Beckmann auf die Gedenkfeier zum Volkstrauertag ein, die vom VdK-Vorsitzenden Wolfgang Müller (r.) eröffnet wurde.
Mit einfühlsamen Trompetenklängen stimmte Matthias Beckmann auf die Gedenkfeier zum Volkstrauertag ein, die vom VdK-Vorsitzenden Wolfgang Müller (r.) eröffnet wurde. Foto: sff

Vor zwei Jahren hat der VdK Ortsverband in einem kleinen Kreis das Gedenken zum Volkstrauertag mit einer Kranzniederlegung wieder aufleben lassen. Gestern begrüßte der VdK-Vorsitzende Wolfgang Müller hingegen gut 70 Teilnehmer, die sich am Ehrenmal eingefunden hatten, um an die Opfer von Krieg, Verfolgung und Terror zu erinnern.

Jörg Pohlmann ging in seiner Ansprache zunächst auf die Attentate von Paris, London, Brüssel, Nizza, Stockholm und Manchester ein. „Nach dem feigen Attentat auf dem Berliner Weihnachtsmarkt ist der Terror inzwischen auch bei uns zu einem aktuellen Thema geworden“, resümierte der Vorsitzende der Schützenbruderschaft St. Johanni. Er erinnerte daran, dass viele Flüchtlinge, vor Krieg und staatlichem Terror geflohen und „mit nichts als ihrem nackten Leben und ihren Kleidern am Leib“ nach Deutschland gekommen sind und hier nach gesellschaftlichem Anschluss suchen. Pohlmann warnte davor, diese Menschen gleichzusetzen mit „einzelnen Gewaltverbrechern, die im Namen des Glaubens versuchen Angst, Gewalt und Tod zu verbreiten“. Ebenso warnte er vor Populisten, die ihr „ideologisches und rassistisches Gedankengut verbreiten“. Gleichwohl forderte er Politik und Justiz zu null Toleranz auf „gegenüber feigen Attentätern, selbst ernannten Gotteskriegern und Volksverhetzern“.

Mit persönlichen Erinnerungen und Empfindungen verband Alfons Hues, seine Ansprache. „Wer erlebt hat, wie so ein Kriegserlebnis nachwirkt, der wird verstehen, wie wichtig es ist, unsere Kinder und Enkel vor den Barbareien zu schützen“, sagte der 1950 geborene, erste stellvertretende Bürgermeister. Er appellierte an die Verantwortung des Einzelnen als Demokrat aktiv zu werden und einen positiven Beitrag zur Integration zu leisten. „Ich denke, jeder sollte an seinem Platz aktiv sein, um zumindest in einigen Bereichen Ruhe und Frieden mehr Bedeutung zukommen zu lassen. Friedvolle, unseren Werten verbundene Menschen werden wir hier in Senden genügend finden“, ist sich Hues sicher.

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