Förderung bewilligt
Aufbruchstimmung zahlt sich aus

Münster/Senden -

Die Bezirksregierung hat 332 000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm für die Sanierung von Schloss Senden bewilligt. Ein entsprechender Bescheid wurde im Rathaus an Vertreter des Vereins Schloss Senden e. V. übergeben.

Mittwoch, 13.12.2017, 06:12 Uhr

Freuen sich über die Förderung: Beigeordneter Klaus Stephan, Wolfgang Voosholz (Vorstand Schloss Senden e.V.), Denkmalschutzdezernentin Karin Geißler, Dr. Martina Fleßner (Geschäftsführerin des Schloss Senden e.V.), Dr. Franz Waldmann (Vorstand Schloss Senden e.V.) und Bürgermeister Sebastian Täger.
Freuen sich über die Förderung: Beigeordneter Klaus Stephan, Wolfgang Voosholz (Vorstand Schloss Senden e.V.), Denkmalschutzdezernentin Karin Geißler, Dr. Martina Fleßner (Geschäftsführerin des Schloss Senden e.V.), Dr. Franz Waldmann (Vorstand Schloss Senden e.V.) und Bürgermeister Sebastian Täger. Foto: Marcus Engemann

Die Bezirksregierung Münster hat 332 000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm für die Sanierung des Schlosses Senden bewilligt. Denkmalschutzdezernentin Karin Geißler von der Bezirksregierung Münster hat jetzt im Rathaus Senden den Förderbescheid an Vertreter des Vereins Schloss Senden e. V. übergeben.

Im Schloss Senden soll mit den Fördermitteln der Treppenturm und der Rombergtrakt mit Südturm an der Remise denkmalgerecht saniert werden. Neben den Instandsetzungsarbeiten an der Fassade liegt ein Schwerpunkt bei den Dachdeckerarbeiten.

Das Schloss Senden ist einzigartig im Münsterland, heißt es in der Pressemitteilung der Bezirksregierung. Es repräsentiert mit seinen verschiedenen Gebäuden 500 Jahre Europäische Baugeschichte. An der 100-Schlösser-Route gelegen, zieht es nicht nur viele Radtouristen an, sondern ist als einziges Schloss im Münsterland über den Dortmund-Ems-Kanal auch mit dem Schiff erreichbar.

Im Mittelalter lag hier der Hof von Benekamp. Um 1460 errichtete Ludeke Droste (1405 bis 1466) an diesem Platz seine Wasserburg. Aus der Zeit stammt das Herrenhaus mit dem markanten Dreistaffelgiebel, der als ältestes erhaltenes Baudenkmal dieser Form richtungsweisend für andere Renaissancebauten dieser Art in Westfalen war. Die Südseite der dreiflügeligen Anlage mit den Schießscharten und Steinkreuzfenstern stammt vermutlich ebenfalls aus der Zeit.

Im Barock wurde aus der befestigten Wasserburg eine repräsentative Schlossanlage mit Alleen, Park und schön ausgerichteten Gräften. Durch Um- und Neubauten kamen das schrägstehende Mannenhaus (1719) und der mächtige Rombergtrakt (1899) hinzu.

1957 verkaufte die adelige Familie Droste zu Senden ihren jahrhundertealten Wohnsitz an den Inhaber der Funnemann-Schule in Münster. 40 Jahre lang hatte das Schloss unterschiedliche Nutzungen, von Altenwohnort über Schule mit Internat bis hin zu Hotel und Restaurant.

Nach etwa 15-jährigem Leerstand übernahm im Jahr 2015 der gemeinnützige Verein Schloss Senden e.V. die Schlossanlage. Seitdem herrscht Aufbruchstimmung, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Denn der Verein betreibe mit glücklicher Hand den Wiederaufbau. Schon jetzt finden vielfältige Kultur- und Bildungsveranstaltungen wie Konzerte, Workshops oder auch der „Advent auf Schloss Senden“, ganz aktuell am den Wochenende (16. und 17. Dezember), statt, die sich zu einem echten Geheimtipp entwickelt haben.

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