Tierheim auf „Hohe-Lucht“-Areal
Vierbeiner bekommen ein Zuhause

Ottmarsbocholt -

Die Tierfreunde Lüdinghausen haben auf dem Areal der ehemaligen Gaststätte Hohe Lucht ein Domizil gefunden. Seine Tierheim-Pläne stellt der Verein jetzt vor. Das Projekt ist aber auch Gegenwind ausgesetzt.

Donnerstag, 14.12.2017, 06:12 Uhr

Auf dem Hohe-Lucht-Areal entsteht ein Tierheim. Maria Eichel, Gründungsvorsitzende der Tierfreunde Lüdinghausen, verbucht großes Interesse und viel Rückhalt in der Bevölkerung.
Auf dem Hohe-Lucht-Areal entsteht ein Tierheim. Maria Eichel, Gründungsvorsitzende der Tierfreunde Lüdinghausen, verbucht großes Interesse und viel Rückhalt in der Bevölkerung. Foto: di

Das trübe Wetter passt nicht zur lichten Stimmung – eine Aufbruchsstimmung. Denn die Tierfreunde Lüdinghausen haben im Sendener Ortsteil Ottmarsbocholt und im Grenzgebiet zu Nordkirchen, Ascheberg und Lüdinghausen ein Domizil gefunden. Ein Zuhause für den Verein, der Hunden, Katzen und Kleintieren ein Zuhause geben will. Die Suche gestaltete sich nicht einfach. Doch seit Oktober ist der Verein Pächter von 7500 Quadratmetern Grund und Boden und Gebäuden an der Kreuzung Nordkirchener Straße / B 58. Besser bekannt ist der Standort durch die Gaststätte Hohe Lucht.

Info-Tag: Verein stellt seine Planungen vor

Die Pläne für „unser neues Tierheim“ stellen die Tierfreunde Lüdinghausen und Umgebung e.V. am Sonntag (17. Dezember) allen Interessierten vor. Von 11 bis 17 Uhr sind Besucher in der Oberbauerschaft 32 willkommen. Neben Informationen erwartet die Gäste eine gut gefüllte Trödelstube, die Präsentation der Spendentafel und das Sortiment aus dem Tierheimlädchen. Für eine Stärkung der Besucher ist ebenfalls gesorgt.

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Deren Gemäuer ist abgerissen worden. Die Tierfreunde Lüdinghausen planen aber Neubauten und bauen auch im Bestand um. So werden ab März/April ein Hunde- und ein Katzenhaus errichtet, die inklusive Quarantäneräumen bis zu 18 beziehungsweise 25 Tieren Platz bieten. Nicht nur die Planung steht, sondern auch die Baugenehmigung hält der Verein seit zwei Wochen in den Händen, bestätigt auch der Leiter des Bauordnungsamtes des Kreises, Ludger Brinkmann .

Der Rückhalt in der Bevölkerung ist gleichbleibend hoch.

Maria Eichel, erste Vorsitzende Tierfreunde Lüdinghausen

Den Planungsprozess und das Nutzungskonzept habe der Verein offen und transparent dargestellt, betont Maria Eichel , erste Vorsitzende der Tierfreunde Lüdinghausen seit deren Gründung im Jahr 2001. Alle Auflagen, darunter ein Immissionsschutzgutachten zur möglichen Lärmbelastung, habe der Verein erfüllt. „Wir hoffen auf eine gute Nachbarschaft“, beteuert die 59-Jährige Vereinsvorsitzende.

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Juristischer Gegenwind aus Nachbarschaft

Dieser Wunsch geht in einem Fall aber nicht auf. Denn aus dem Umfeld des Tierheim-Standortes weht juristischer Gegenwind. Schon gegen den positiven Bescheid auf die Bauvoranfrage hin ist eine Klage beim münsterischen Verwaltungsgericht eingegangen, die sich gegen den Kreis richtet, der diese Entscheidung getroffen hat. Dies bestätigt der Kreis-Bauamtsleiter Brinkmann auf WN-Anfrage. Eine aufschiebende Wirkung gehe von der sogenannten „Drittanfechtung“ des Behördenbescheides nicht aus. Jedoch baue der Verein „auf eigenes Risiko“, erläutert der Amtsleiter. Soll heißen: Veränderungen, die auf dem Hohe-Lucht-Areal vorgenommen werden, könnten von Richtern als unzulässig betrachtet werden – und müssten dann beseitigt werden.

Pachtvertrag über 25 Jahre abgeschlossen

Dieses Kräftemessen hinter den Kulissen lähmt die Tierfreunde aber nicht dabei, ihr Domizil herzurichten. „Der Rückhalt in der Bevölkerung ist gleichbleibend hoch“, resümiert Eichel. Sie geht davon aus, dass den Vierbeinern dauerhaft eine Bleibe geschaffen wird. Denn der Pachtvertrag mit dem neuen Eigentümer der Immobilie, der Dülmener Unternehmer Jörn Thyssen, wurde auf 25 Jahre abgeschlossen. Eine Kündigung wegen Eigenbedarfs, wie es der Verein in Bechtrup erlebt hat, sei ausgeschlossen.

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