„Jazz live“-Reihe mit „Joe Wulf an the Gentlemen of Swing“
Mitreißende musikalische Reise über den Teich

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Die Tradition der vorweihnachtlichen Konzerte in der Reihe „Jazz live“ erlebte mit „Joe Wulf and the Gentlemen of Swing“ einen musikalischen Höhepunkt.

Sonntag, 17.12.2017, 16:12 Uhr

Beim Vorweihnachtskonzert glänzten Joe Wulf and the Gentlemen of Swing im Foyer der Steverhalle mit einem breiten Repertoire von Dixieland bis Händel.
Beim Vorweihnachtskonzert glänzten Joe Wulf and the Gentlemen of Swing im Foyer der Steverhalle mit einem breiten Repertoire von Dixieland bis Händel. Foto: Axel Engels

Nach solch einer spritzig unterhaltsamen Einstimmung wie mit „ Joe Wulf and the Gentlemen of Swing“ kann Weihnacht kommen – solch exquisite Musizierkunst und ein charmant präsentiertes Entertainment wie bei diesem vorweihnachtlichen „Jazz live“ erlebt man nicht alle Tage. Eine swingende Weihnacht ist ja bei dieser Reihe eine liebgewonnene Tradition, da war die Resonanz bei den Liebhabern feinster von Hand gemachter Musik natürlich groß.

Aber auch das hochwertigste musikalische Programm wirkt nicht ohne das passende Ambiente. Da muss man sich zuerst einmal bei Ursula Hesselmann bedanken. Sie hatte in vielen Stunden die Dekoration für das Foyer der Steverhalle gebastelt, den ganzen Raum dann liebevoll auf „weihnachtlich“ getrimmt. Da konnten die Songs von „Joe Wulf and the Gentlemen of Swing“ ihren Glanz entfalten. Und mit einem rasanten „St. Claus is coming to town“ ging es erst einmal über den großen Teich in die amerikanische Glitzerwelt, erklang dieses Lied aus dem Jahre 1932 wie vom Staub der Zeit befreit in einem exquisiten klanglichen Gewand. Die mit Akribie und Feinsinn erstellten Arrangements waren aber auch angetan, das Herz eines Swing-Liebhabers schneller schlagen zu lassen. Mit seiner warm timbrierten Stimme wusste Joe Wulf die Herzen des Publikums zu erreichen, charmant bis in die letzte Bügelfalte seines Anzugs agierte er wie einer der großen amerikanischen Entertainer. Seine mit humoristischen Prisen gewürzten Moderationen führten in die Lieder ein, wobei eine gehörige Portion Selbstironie nicht fehlen durfte. Wenn bei „Here comes Santa Claus “ der Bassist seine tiefe Stimme erhob, fühlte man sich in eine winterlich glänzende Welt versetzt. Amerikanische Weihnachtslieder sind ja etwas ganz Besonderes, haben mit der Berieselung beim adventlichen Einkauf bei solch versierter und niveauvoller Interpretation gar nichts zu tun.

Weihnachts-Jazz-Konzert mit Joe Wulf in Senden

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  • Musikalischer Dialog beim Konzert von Joe Wulf

    Foto: Axel Engels
  • Fulminantes Konzert: „Jazz live“ mit Joe Wulf and the Gentleman of Swing in der Steverhalle

    Foto: Axel Engels
  • Alle Instrumentalisten glänzten in ihrer Disziplin.

    Foto: Axel Engels
  • Routinierte Musiker begleiteten Joe Wulf.

    Foto: Axel Engels
  • Fulminantes Konzert: „Jazz live“ mit Joe Wulf and the Gentleman of Swing in der Steverhalle

    Foto: Axel Engels
  • Ein Hauch Weihnachtsdeko beim Jazz-Konzert.

    Foto: Axel Engels

Ob beim „Original Dixieland Onestep“ aus dem Jahre 1912 oder bei Louis Armstrongs „Christmas time in New Orleans“ immer wussten „Joe Wulf and the Gentlemen of Swing“, den passenden Klang zu kreieren. Natürlich durften die unsterblichen Melodien wie „White Christmas“ von Irving Berlin, bekannt durch Bing Crosby oder das mit Dean Martin sowie Frank Sinatra populär gemachte „Winter Wonderland“ nicht fehlen, gab es aber auch besinnliche Momente wie bei Nat King Coles „The Little Boy That Santa Claus Forgot“. Wenn man dann sich von „Susie Snowflake“ nach der Figur aus dem Stummfilmklassiker der Paramount Pictures verzaubern ließ, beim „Blue Christmas“ die in Musik gesetzten Gefühle die Herzen bewegten und „Have yourself a merry little Christmas“ aus dem Musicalfilm „Meet Me in St. Louis“ seinen Glanz verbreitete, war dieses „Jazz live“-Konzert wohl eine der schönsten Einstimmungen auf das Weihnachtsfest.

Aber auch deutsche traditionelle Lieder hatten in dem Programm Einzug gefunden. Georg Friedrich Händel wäre von solch einem in bestem Bläsersatz erklingenden „Tochter Zion“ sicherlich genauso begeistert gewesen wie das Publikum im Foyer der Steverhalle und auch „Leise rieselt der Schnee“ passte das swingende Gewand unglaublich gut. Joe Wulf hatte bei den „Gentlemen of Swing versierte Instrumentalisten dabei, deren spieltechnische Brillanz und spürbare Liebe zum gemeinsamen Spiel jedem Lied ein charakteristisches Gewand verliehen. Ralph „Mosch“ Himmler an der Trompete, Sven Kack an der Klarinette, Peter Finken am Saxophon bildeten eine Bläsersession, die in allen stilistischen Belangen bestens harmonierte. Mit Michael Meranke am Banjo sowie Gitarre und dem Bassisten Jochen Schaal war die Saitenfraktion hochwertig besetzt und für den punktgenauen rhythmischen Grund sorgte Schlagzeuger Michael Ehret. Die Freunde der Musiker übertrug sich auf das Publikum, das eine mitreißende Einstimmung auf Weihnachten erlebte.

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