Neujahrsempfang
Erfolge spornen für Aufgaben an

Senden -

Mit einem ausführlichen Rückblick zog Bürgermeister Sebastian Täger beim Neujahrsempfang Bilanz. Das Resümee bot vor allem die Gelegenheit, Bürgern für ihren ehrenamtlichen Einsatz zu danken.

Sonntag, 07.01.2018, 17:01 Uhr

Ein Rhythmus, bei dem das Publikum in der Steverhalle mit muss: Das Rahmenprogramm des Empfangs von Sebastian Täger gestaltet das Trio „Tam Tam Charet“.
Ein Rhythmus, bei dem das Publikum in der Steverhalle mit muss: Das Rahmenprogramm des Empfangs von Sebastian Täger gestaltet das Trio „Tam Tam Charet“. Foto: di

Die „Regierungserklärung“ des Bürgermeisters belief sich auf 28 Schreibmaschinenseiten Rück- und 13 Seiten Ausblick. Doch nicht nur das, was Sebastian Täger auf dem Papier stehen hatte und sonst so sagte, fiel ins Gewicht. Vielmehr sendete Sendens Rathaus-Chef beim Neujahrsempfang auch mit der Wahl des Kulturprogramms ein Signal. Denn wer vor vielen Hundert Gästen in der Steverhalle ein Kammerquartett oder Blasmusik erwartet hatte (die sicherlich auch ihre Berechtigung hätten), wurde mit der Formation „Tam Tam Charet“ überrascht.

Bollwerk münsterländischer Freude überwunden

Das Trommel-, Gesangs- und Tanz-Trio mit afrikanischen Wurzeln sei von der letztjährigen KuKiS-Ausstellungseröffnung bekannt, sagte Täger. Und nannte, den Kulturamtsleiter Günter Melchers zitierend, auch einen Grund für die Wahl der Akteure: „Die bringen Dampf rein.“ Wohl wahr, denn die Lebensfreude der Musiker sprang aufs Publikum über und überwand das sonst häufige Bollwerk münsterländischer Freude, die eher nach innen gekehrt ist. Afrikanische Refrains mitsingen – keine leichte Aufgabe, die aber beherzt ergriffen wurde. Dass die Animation in perfektem Deutsch geschah, half sicher dabei.

Neujahrsempfang des Sendener Bürgermeisters

1/17
  • Auf große Resonanz stieß die Einladung zum Neujahrsempfang des Bürgermeisters in der Steverhalle.

    Foto: di
  • Afrikanische Lebensfreude versprühte das Trio „Tam Tam Charet“.

    Foto: di
  • Das Trio „Tam Tam Charet“.

    Foto: di
  • Animieren zum Mitmachen – die Musiker des Trios „Tam Tam Charet“.

    Foto: di
  • Auch das Publikum vom Trio „Tam Tam Charet“ gefordert.

    Foto: di
  • Trio „Tam Tam Charet“.

    Foto: di
  • Afrikanische Lebensfreude springt auch auf die Gäste in der Steverhalle über.

    Foto: di
  • Bürgermeister Sebastian Täger zieht Bilanz und wagt einen Ausblick.

    Foto: di
  • Sehr gut besucht war der Empfang.

    Foto: di
  • Trio „Tam Tam Charet“.

    Foto: di
  • Musik und Tanz: Trio „Tam Tam Charet“.

    Foto: di
  • Trio „Tam Tam Charet“.

    Foto: di
  • Viel Applaus gab es für die Musiker.

    Foto: di
  • Auf große Resonanz stieß die Einladung zum Neujahrsempfang des Bürgermeisters in der Steverhalle. Foto: di
  • Trio „Tam Tam Charet“.

    Foto: di
  • Trio „Tam Tam Charet“.

    Foto: di
  • Die Steverhalle war sehr gut gefüllt beim Neujahrsempfang.

    Foto: di

Was wohl auch dem Grundnaturell derer entsprach, die die Steverhalle gut ausfüllten: Bürger Sendens, die in Vereinen, Initiativen, Parteien ihren Einsatz fürs Gemeinwohl leisten. Für dieses „großartige Engagement“ persönlich und im Namen von Rat und Verwaltung Dank zu sagen, war für Täger wohl ein Hauptanliegen des alljährlichen Empfangs. Dabei ging der Bürgermeister zwar strikt chronologisch die Ereignisse von 2017 durch. Mehr als bloße Aufzählung wurde dies aber durch amüsante Brückenschläge. So etwa von Hamburgs Elbphilharmonie mit zehnfacher Kostenüberschreitung zur Sanierung von St. Laurentius, die im Zeit- und Finanzrahmen blieb. Oder durch die direkte Verbindung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier „zu einem anderen Staatsoberhaupt“, dem Karnevalsprinzen von Otti-Botti.

Weiter Bogen von Forensik bis Feuerwehr

Freilich: Ernste Themen sparte der Chef der Gemeindeverwaltung nicht aus. Sie reichten von der Regelung über den Freigang in der Forensik, über die Gedenkfeier der Jesiden bis zu den schweren Bränden, die Sendens Wehr herausfordern. Der Einsatz der Löschzüge, deren „Kommando“ von Alfred Hesselmann auf Manfred Overbeck und jeweilige Führungsteams überging, wurde den Gästen mit drastischen Fotos aus dem WN-Archiv verdeutlicht. Unter vielen, die Applaus erhielten, fiel der Beifall für die Ehrenamtlichen der Feuerwehr besonders anhaltend aus.

Probleme benennen – für Werte einstehen

Die Bundestagswahl mit 7,3 Prozent für die AfD interpretierte Täger so: Ängste und Sorgen der Bürger im Blick auf Aufnahme und Integration von Flüchtlingen müssten ernst genommen, Probleme offen angesprochen werden. Aber zugleich sei es eine Verpflichtung, „für Menschlichkeit, Solidarität und Grundwerte mit Worten und Tagen einzustehen“.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5406957?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F
Debatte um unzufriedene Mitarbeiter: Bewohner-Angehörige schalten sich ein
In der DKV-Residenz am Tibusplatz gibt es Ärger. Die Leitung lädt ihre Bewohner am Montag zum Austausch ein.
Nachrichten-Ticker