Seit über 25 Jahren Tanz- „Trainerin“
Tanzen steigert die Fitness von Körper und Geist

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Die Bewegung zur Musik macht Freude, hält fit und schafft Gemeinschaft. Seit über 25 Jahren engagiert sich Inge Krutwagen für das gesellige Tanzen.

Montag, 08.01.2018, 19:01 Uhr

Ambitioniert, aber ohne Leistungsdruck: Inge Krutwage und ihre Kursteilnehmerinnen beim „Erlebnistanz“ im Pfarrheim.
Ambitioniert, aber ohne Leistungsdruck: Inge Krutwage und ihre Kursteilnehmerinnen beim „Erlebnistanz“ im Pfarrheim. Foto: di

Fitness beginnt nicht in den Füßen, sondern im Kopf. Von dort bis zu den Zehen fordert eine Sportart das zentrale „Steuergerät“ und alle „Motoren“ besonders heraus – das Tanzen. Der Bewegung zur Musik gehört die Leidenschaft von Inge Krutwage, die im vorigen Jahr ihr Jubiläum feierte: Seit 25 Jahren leitet sie Kurse im geselligen Tanzen. Die Veranstaltungen des Katholischen Bildungswerkes sind gerade wieder gestartet. Doch Neueinsteiger sind weiterhin willkommen.

Derjenige, dessen Herz auch nach Musik und moderater Bewegung schlägt, kann einfach dazustoßen, hineinschnuppern und sich gegebenenfalls anmelden, setzt Krutwage darauf, die Schwelle niedrig zu halten und die Bürokratie zu minimieren (Anmeldeformulare hat sie immer dabei).

Die Sendenerin wurde von der Teilnehmerin zur Trainerin. Und die meisten ihrer Kursteilnehmerinnen halten dem Coach schon seit Jahren die Treue. Gemeinsamkeit und Geselligkeit sind wichtige Standbeine beim „Erlebnistanz“, der sich bundesweit organisiert hat. Der Zusammenhalt in der Gruppe, der Austausch und das gegenseitige Stützen gehört für Krutwage und ihre Mittänzerinnen zum „harmonischen Miteinander“. Was sich gerade gestern zeigte, als ein Geburtstagkind aus dem Kreis eine Runde Kaffee und Gebäck spendierte und sich mit einer Geburtstagspolka hochleben lassen ließ.

Allerdings: Als bloße Kaffeerunde will Krutwage ihre Kurse auf keinen Fall verstehen. „Das ist nicht nur Ringelpiez mit Anfassen“, stellt die Tanzleiterin klar. Sie hat sich für diese Aufgabe mit Prüfung ausbilden lassen vom damaligen Bundesverband Seniorentanz, der jetzt als Erlebnistanz firmiert.

Unter der Musik und in den Tanzschritten gelinge es abzuschalten, die Last des Alltags abzuwerfen, schildert die 75-Jährige. Die ihrem Alter klar ein Schnippchen schlägt. Denn: Der Kopf ist klar und der Bewegungsablauf dynamisch. Dass Tanzen gutes Gehirnjogging ist, glaubt auch Uwe Niemietz aus Bösensell, der sich dem Kurs am Montag (15 bis 16.30 Uhr) angeschlossen hat. Als einziger Mann. Doch die Rolle als Hahn im Korb schreckt ihn nicht ab. „Das kommt auf die Damen an . . .“

Auf dem „Parkett“ ist der 62-Jährige flott zu Hause, als Nana Mouskouri aus den Lautsprechern erklingt. Schlager sind aber eher die Ausnahme. Getanzt wird zu Musik aus aller Welt. Gerade diese Vielfalt reizt Krutwage und ihre Mitstreiterinnen.

Die Schrittfolgen verlangen Konzentration. Der Vortänzerin folgen alle ambitioniert, aber ohne Leistungsdruck.  

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