Projekt steckt in Endphase
Fit fürs Digital-Zeitalter: Neue Homepage und City-App

Senden -

Die Gemeinde schreitet bei der Digitalisierung voran: Verwaltung und IT-Fachleute einer Agentur feilen am Relaunch der Senden-Homepage. Sie soll Bürokratie, Gewerbe und Kultur widerspiegeln – und das auch als City-App.

Samstag, 13.01.2018, 08:01 Uhr

Bei der Wirtschaftsförderung mit Niklas Esser und Melanie Baßenhoff laufen die Fäden zusammen.
Bei der Wirtschaftsförderung mit Niklas Esser und Melanie Baßenhoff laufen die Fäden zusammen. Foto: sff

Die Gemeinde Senden hat ein Versprechen abgegeben: Für 2018 steht mit dem Relaunch der Gemeinde-Homepage ein wichtiges Digitalisierungsetappenziel auf der Agenda. Wer jetzt denkt, das Umgestalten des Internet-Auftritts ist ein Klacks, dem sind Vertracktheit und Größe des Projektes nicht bewusst. Um das Volumen der Aufgabe zu umreißen, nennt Niklas Esser von der Wirtschaftsförderung der Gemeinde Senden eine Zahl: „Es geht um rund acht Millionen Datensätze.“

Mit dem Jonglieren dieses Datei-Wusts steht die Gemeinde Senden – dort wurde eine Fachgruppe eingerichtet, die an die Wirtschaftsförderung angedockt ist – aber nicht alleine da. Die Kommune hat die Aufgabe, Senden – und zwar nicht allein die Verwaltung, sondern den Ort als Ganzes –, zeitgemäß ins Netz zu stellen, an die Agentur cm citymedia GmbH übertragen. Die Experten im baden-württembergischen Bühlerzell haben die Ausschreibung der Stevergemeinde gewonnen. Dass die EDV-Freaks ihr Handwerk verstehen, haben sie schon in Sendens Nachbarkommune Nordkirchen bewiesen, schildert Esser. Aufbau und Struktur der dortigen Web-Präsenz lassen die Konturen erkennen, wohin für die Stevergemeinde die Reise geht.

Jeder User, ob Paohlbürger oder Tourist, soll unter einer Adresse (wahrscheinlich: www.senden-westf.de) alle Infos und Kartenansichten, die gefiltert werden können, bekommen: Von Gaststätten und Hotels über die Abteilungen und Ansprechpartner im Rathaus bis hin zu einem Unternehmensportal – das es bisher noch nicht gibt. Während Verweise auf Branchen und Betriebe samt Geodaten generell zu finden sind, bleibt es bei den Unternehmen, auf deren Homepages verlinkt wird, die Tiefe ihrer Webpräsenz selbst zu definieren: ob eher allgemeines Firmenprofil oder mit einem konkreten Einblick aufs Sortiment und auf die Verfügbarkeit der Waren.

Für Esser ist es entscheidend, dass den Bürgern in Senden bewusst werden muss, welche Breite des Angebots Händler und Dienstleister vor Ort bereithalten. „Das ist vielen Sendenern offenbar gar nicht klar“, bedauert der Diplom-Volkswirt, der mit Melanie Baßenhoff die Wirtschaftsförderung der Gemeinde betreut.

Mit dem Relaunch der Homepage soll zugleich eine Senden-City-App erhältlich sein, um den Komfort auf Mobilgeräten zu verbessern. Gepaart mit dem WLAN im Ortskern entstünden dadurch neue Möglichkeiten für den Standort, erwarten Baßenhoff und Esser. Und sie halten ihr Versprechen: Im Frühjahr sollen die neuen Dienste online gehen.

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