Ehrenamt stärken
Für jeden Topf den Deckel suchen

Senden -

Das Büro „EhrenWert“ gibt im Impulse für Engagement in Senden. Nicht nur das Team in der Anlaufstelle wurde ausgebaut, sondern es wird auch in eine Datenbank investiert, die „für jeden Topf einen Deckel“ finden soll.

Samstag, 20.01.2018, 12:01 Uhr

Hand in Hand fürs Ehrenamt: Fachbereichsleiter Holger Bothur und Demografiebeauftragte Susanne Espenhahn (r.) begrüßten Gaby Ueing im ehrenamtlichen Team des Büros „EhrenWert“ an der Biete.
Hand in Hand fürs Ehrenamt: Fachbereichsleiter Holger Bothur und Demografiebeauftragte Susanne Espenhahn (r.) begrüßten Gaby Ueing im ehrenamtlichen Team des Büros „EhrenWert“ an der Biete. Foto: sff

Seit Mai 2016 fungiert das Büro „EhrenWert“ als Vermittler zwischen Vereinen und Ehrenamtlichen. Ursprünglich von der Demografiebeauftragten Susanne Espenhahn geführt, steht „EhrenWert“ mittlerweile weitgehend selbstständig auf ehrenamtlichen Beinen. Gaby Ueing ist jetzt neben Christa Wemmer und Gerd Buchholz Dritte im Bunde der Ansprechpartner, auf die in den nächsten Monaten einiges mehr an Arbeit zukommen dürfte. Denn die Vermittlung zwischen Bürgern, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, und Vereinen, die Unterstützung suchen, soll intensiviert und zielgerichteter ausgebaut werden.

„Zurzeit haben wir rund 50 Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern, die sich engagieren möchten. Ihnen stehen etwa ebenso viel Vereine und Institutionen gegenüber, die Ehrenamtliche suchen“, berichtet Espenhahn. Das Problem: Nicht jeder Deckel passt auf jeden Topf.

Darum wird im Rathaus aktuell ein Verfahren eingestielt, das bei der passgenau Vermittlung hilft. „Unsere IT-Abteilung baut eine Datenbank auf, in der einerseits engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie andererseits suchende Vereine übersichtlich aufgeführt sind“, erläutert die Demografiebeauftragte. Mehr noch: „Wir wollen im Februar alle 214 Vereine und Einrichtungen in Senden, Ottmarsbocholt und Bösensell anschreiben, um herauszufinden, wo Bedarf für ehrenamtliches Engagement besteht“, so Espenhahn weiter. „Wir möchten so viele wie möglich, die ,EhrenWert‘ noch gar nicht im Blick haben, mit ins Boot nehmen“, ergänzt Fachbereichsleiter Holger Bothur. „Auf Weise wollen wir die Tätigkeitsfelder für das Ehrenamt möglichst breit aufstellen.“

Service im Ortskern

Das „EhrenWert“-Büro teilt sich die Räume an der Biete 1/Ecke Eintrachtstraße mit der Lebenshilfe Senden. Dienstags von 10 bis 12 Uhr ist Gerd Buchholz im Büro vor Ort. Donnerstag teilen sich Gaby Ueing (10 bis 12 Uhr) und Christa Wemmer (17 bis 18 Uhr). „EhrenWert“ telefonisch unter ' 0 25 97 / 699-603 erreichbar.

...

Auf die nun anstehenden Herausforderungen für „EhrenWert“ freut sich Gaby Ueing. „Ich habe 27 Jahre lang an der Information im Rathaus gearbeitet. Und bin schon von daher gerne im Kontakt mit Menschen und kenne viele Leute“, sagt die fitte Rentnerin, die für die aus Senden verzogene Elisabeth Hollmann ins Team gekommen ist. Daheim sei sie durch ihrer Enkelin ganz gut und sinnvoll beschäftigt, räumt die 64-Jährige ein. „Ich mache das sehr gerne und mit großer Freude. Aber ich möchte nicht nur zu Hause etwas Sinnvolles tun, sondern auch außerhalb“, betont sie. Ihren ersten Kontakt hatte sie bereits mit einer „älteren Dame“, die sich im „EhrenWert“ ein Heft für die „Patientenverfügung“ abgeholt hat. „Wir sind gut ins Gespräch gekommen. Und die Frau war glücklich“, berichtet Ueing.

„Auch für solche Kontakte ist das Büro da“, hebt Espenhahn hervor. Es diene der Bürgerschaft als niedrigschwellige Anlaufstelle, gebe Fragen an die Verwaltung wieder und beantworte Fragen wie „Wo kann ich in Senden bestimmte Dinge erledigen ? Was gibt es hier vor Ort ?“, führt die Demografiebeauftragte aus.

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