Umfassendes soziales Aufgabenspektrum:
Jugendarbeit schultert 50 Päckchen

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Im Jugendtreff „Vivo“ informierte sich der Sozialausschuss über die Aufgaben der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Das Spektrum reicht von Freizeitangeboten über Hausaufgabenhilfen bis zur Integrationsarbeit mit Geflüchteten und zum Inklusiven Tanztraining für Menschen mit und ohne Assistenzbedarf

Freitag, 23.02.2018, 18:02 Uhr

Gemeinsam stellten Nicole Konhäuser und Holger Rehring die einzelnen Aufgaben der offenen Kinder- und Jugendarbeit vor. Zuvor besichtigten die Mitglieder des Sozialausschusses den Jugendtreff „Vivo“.
Gemeinsam stellten Nicole Konhäuser und Holger Rehring die einzelnen Aufgaben der offenen Kinder- und Jugendarbeit vor. Zuvor besichtigten die Mitglieder des Sozialausschusses den Jugendtreff „Vivo“. Foto: sff

Der Verein „Ökumenischer Jugendtreff“ hat als Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit eine Menge Päckchen zu tragen. Genau 50 wurden den Mitgliedern des Sozialausschusses am Donnerstagabend im Jugendzentrum Vivo vorgestellt. Mit großen Lettern beschriftete Kartons standen dabei für jeweils eine Aufgabe, die von den Mitarbeitern gestemmt werden müssen. Jugendhausleiterin Nicole Konhäuser und ihr Kollege Holger Rehring informierten abwechselnd über diese Baustein des Angebots. Es reicht von der täglichen Freizeitgestaltung und Ferienprogrammen über Hausaufgabenhilfe und Elternarbeit, über aufsuchende Jugendarbeit bis zur Integrationsarbeit mit Geflüchteten und zum Inklusiven Tanztraining für Menschen mit und ohne Assistenzbedarf.

„Für manche Jugendlichen sind wir so etwas wie Elternersatz. Sie vertrauen uns mehr an als ihnen“, berichtete Rehring. Für diese „wichtige Beziehungsarbeit“ sei unter anderem auch das gemeinsame Kochen und Essen im Jugendhaus wichtig. „Es gibt Kinder, die nachmittags unsere Einrichtungen besuchen und Hunger haben, weil sie noch keine warme Mahlzeit bekommen haben“, führte der Diplom-Pädagoge aus.

Konhäuser stellte die aufsuchende Jugendarbeit ihres Kollegen Jan-Carl Rust vor, der abends und an Wochenenden Kontakt zu Jugendlichen hält, die sich auf Schulhöfen, am Kanal oder anderen Treffenpunkten aufhalten. Ebenso informierte sie über die Mädchenarbeit in der Regie von Lea Teuwen und über das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geförderte Projekt „InSe“, das von Felix Lindau geleitet wird. Ebenso zeigte Konhäuser die vielfältigen Aufgaben des von Bettina Langenfeld geleiteten Kinderzentrums „Kubuz“ im evangelischen Gemeindezentrum auf. In Kooperation mit der Gemeinde beteilige sich der Ökumenische Jugendtreff auch am Projekt Kulturrucksack: „Wir möchten unsere Besucher, die durch ihr Elternhaus keine Möglichkeiten dazu haben, an kulturelle Angebote heranführen“, erläuteret Konhäuser den Mitgliedern des Sozialausschusses.

Angebote für Kinder und Jugendliche in allen drei Ortsteilen

Der Ökumenische Jugendtreff ist ein Verein, dessen Vorstand von Vertretern der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinde paritätisch besetzt wird. Der Verein ist Träger der gesamten offenen Kinder- und Jugendarbeit in Senden, Ottmarsbocholt und Bösensell.

Neben den fünf Einrichtungen des Vereins, dem Jugendtreff „Vivo“, dem Kindertreff Kubuz und dem Schülercafé Clatsch in Senden, den Jugendtreffs in Ottmarsbocholt und Bösensell, gehören die Mädchenarbeit, die aufsuchende Jugendarbeit und die Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen zu den Tätigkeitsfeldern des Vereins. In Bösensell wird der Jugendkeller im März in die ehemalige Sparkasse umziehen.

Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich. Alle hauptamtlichen Mitarbeiter haben Sozialpädagogik oder Soziale Arbeit studiert. Unterstützt werden sie durch Honorarkräfte und ehrenamtliche Helfer. sff

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