Ehrenamtliche greifen zu Schaufel und Ast-Schere:
Geballter Einsatz für den Schlosspark

Senden -

Über 60 ehrenamtliche Helfer und etliche „Promis“ legten sich am Wochenende beim erste „Westfälische Parkpflegeseminar“ für den Sendener Schlosspark ins Zeug. Das Areal wurde nach historischem Vorbild hergerichtet.

Sonntag, 25.02.2018, 15:02 Uhr

Mehr als 60 freiwillige Helfer beteiligten sich am Wochenende am 1. Westfälischen Parkpflegeseminar im Sendener Schlosspark. Zu dieser beispielhaften und außergewöhnlichen Aktion gehörte auch eine Baumpflanzung an historischer Stätte mit viel Prominenz.
Mehr als 60 freiwillige Helfer beteiligten sich am Wochenende am 1. Westfälischen Parkpflegeseminar im Sendener Schlosspark. Zu dieser beispielhaften und außergewöhnlichen Aktion gehörte auch eine Baumpflanzung an historischer Stätte mit viel Prominenz. Foto: Dieter Klein

Rings um Schloss Senden kreischten an diesem Wochenende Motorsägen, knatterten Ast-Häcksler, krachte Astwerk. Im Schlosspark wurde heftig gearbeitet. Und die Akteure lachten mit der strahlenden Sonne um die Wette. Das erste „Westfälische Parkpflegeseminar“ war weder zu übersehen noch zu überhören.

„Ein tolles Ereignis“ freuten sich viele Sendener, die den herrlichen Sonnenschein zu einem Ausflug zum Schloss nutzten. Und dort – angestachelt von den vielen Dutzend fleißiger „Waldarbeiter“ – oft genug selbst Handschuhe überstreiften und die Wiesen von abgeschnittenen Ästen säuberten. Manche kannten sich, andere nicht. Unter den vielen freiwilligen Helfern auch zahlreiche Jugendliche der Jugendbauhütte Westfalen aus Soest, einer Stiftung der Deutschen Gesellschaft für Denkmalschutz. Mit von der Partie auch Wolfgang Voosholz, Vorsitzender des Vereins Schloss Senden e.V, Dr. Franz Waldmann, stellvertretender Vorsitzender, Geschäftsführerin Dr. Martina Fleßner, sowie zahlreiche Leitende Mitarbeiter aus der Abteilung Denkmalpflege beim Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL).

Markus Weiß, Mitorganisator und selbst auch Garten- und Denkmalpfleger aus Münster: „Der Tag heute ist das Ergebnis eines Entwicklungskonzepts, das von der Düsseldorfer Landschafts-Architektin Elke Lorenz erstellt wurde. Nach deren Kriterien soll dieser Park weiter entwickelt werden. Deshalb sind wir hier.“ Fleßner bestätigte: „Fachliche Voraussetzung all dieser Arbeiten ist die systematische Erfassung der Parkanlage und die umfangreiche Auswertung historischer Quellen zur Anlagengeschichte. Zusammengefasst zu einer Grundlage einer langfristigen Revitalisierung.“

Und dazu gehörte dann mittags auch die Anpflanzung einer Rotbuche, die an zentraler Stelle eine nicht mehr vorhandene Vorgänger-Kastanie ersetzen soll. Nahezu allen prominenten Besucher griffen zu den Spaten und halfen: LWL-Direktor Matthias Loeb, Landrat Dr. Christian Pellengahr, die schon erwähnten Vorsitzenden des Vereins Schloss Senden, Dr. Dorothee Boesler (Städtebau und Landschaftskultur), Ortskuratorin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Heribert Reif (Deutsche Dendrologische Gesellschaft eV.) und Bernhard Anzalone, Leiter der Jugendbauhütte Westfalen. Waldmann fasste zusammen, was allseits Bestätigung fand: „Das, was wir heute denken und tun, gilt der Naherholung, auch für kommende Generationen“.

Und dann freuten sich Promis und Helfer über die dampfend heißen Gulasch- und Kartoffel-Suppen, die im Windschatten vor dem Schloss ausgeteilt, schnell reißenden Absatz fanden.

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