Entscheidung im Gemeindeentwicklungsausschuss
„Vernünftige Kompromisslösung“

Bösensell -

Das Umkleidegebäude auf dem Bösenseller Sportplatz wird saniert und erweitert. Das Projekt schlägt mit rund 560 000 Euro zu Buche.

Samstag, 03.03.2018, 07:00 Uhr
Mit einem Holzständeraufbau soll ein Teil des Umkleidegebäudes am Bösenseller Sportplatz mit einem Obergeschoss aufgestockt werden. Dieser Gebäudeteil ist Sportlern und Schiedsrichtern vorbehalten.
Mit einem Holzständeraufbau soll ein Teil des Umkleidegebäudes am Bösenseller Sportplatz mit einem Obergeschoss aufgestockt werden. Dieser Gebäudeteil ist Sportlern und Schiedsrichtern vorbehalten. Foto: Huesmann

Das Umkleidegebäude am Bösenseller Sportplatz wird von Grund auf saniert, barrierefrei gestaltet und in einem Teilbereich durch einen Holzständeraufbau um ein Geschoss erweitert. Diesen Beschluss hat der Gemeindeentwicklungsausschuss am Donnerstagabend einstimmig verabschiedet. Laut (vorläufiger) Kostenschätzung der Architektin Andrea Huesmann ist mit einem Investitionsaufwand von rund 560 000 Euro zu rechnen. Laut Beschluss müsste sich der SV Bösensell durch Eigenleistungen in Höhe von 25 Prozent an dieser Summe beteiligen. 20 Prozent Eigenleistung habe der Verein im Vorfeld angeboten, berichtete Bürgermeister Sebastian Täger .

„Das Gebäude ist in einem abschreibungswürdigen Zustand. Da muss was gemacht werden“, räumte der Ausschussvorsitzende Gerd Gebauer gleich zu Beginn der Sitzung ein. Anschließend stellt die Architektin ihr Umbau- und Sanierungskonzept vor. Da für eine ebenerdige Erweiterung des Gebäudes um 80 Quadratmeter auf 330 Quadratmeter kein geeigneter Platz zur Verfügung stehe, werde das Gebäude teilweise aufgestockt. Diese komplett neuen Räume sind durch eine Außentreppe erreichbar und Sportlern sowie Schiedsrichtern vorbehalten. Aufgrund dieser ganz speziellen, eingeschränkten Nutzung könne auf einen barrierefreien Zugang (Aufzug) verzichtet werden. Ebenso sei – nach Absprache mit den Behörden – keine weiterer Rettungsweg (zweite Treppe) notwendig, erläuterte Huesmann zwei kostensparende Faktoren. Im Notfall könne das Obergeschoss dank der niedrigen Gebäudehöhe auch durch die Fenster verlassen werden.

Sanierungsbedarf besteht vor allem im ältesten der insgesamt drei Bauteile. Dort sind unter anderem Türen und Fenster beschädigt. „Außerdem haben wir ein echtes Feuchtproblem im Sanitärbereich“, berichtete die Architektin.

In enger Abstimmung mit dem SV Bösensell sei ein Raumprogramm erstellt worden. Es beinhaltet vier Umkleiden mit Sanitärräumen, zwei Schiedsrichterräume, einen Geschäftsraum, einen Computerplatz, einen Ballraum, einen Materialraum und einen Technikraum. Im „öffentlichen Bereich“ kommen das Vereinsheim mit Damen-, Herren- und Behinderten-WC hinzu.

Heinrich Foschepoth (CDU) befürwortete die Planung ausdrücklich: „Der Verein macht sehr viel in Bösensell“, betonte er und mahnte gleichzeitig an, den Kostenrahmen einzuhalten. Denn der Erbpachtvertrag endet am 31. Dezember 2039. Ins selbe Horn stießen Ludger Schöning (SPD), Philipp Scholz (Grüne) und Thomas Hageney (UWG). Sie bezeichneten die Sanierung mit Erweiterung als „vernünftigen Kompromiss“ und als „notwendige Lösung“, zumal ein Neubau rund 130 000 Euro Mehrkosten verursachen würde.

Unter der Voraussetzung, dass die weiteren Verfahrensschritte und die Gespräche mit dem SV Bösensell zügig laufen, könne noch in diesem Jahr mit der Maßnahme begonnen werden, hieß es auf Anfrage bei der Gemeindeverwaltung.

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