Junggesellenverein Ottmarsbocholt
Eine Fülle von Fragezeichen

Ottmarsbocholt -

Der Vorstand des Junggesellenvereins hatte klare Vorstellungen darüber, wie die 325-Jahr-Feier 2021 ablaufen könnte. Die Mitglieder sehen einiges anders.

Sonntag, 04.03.2018, 16:03 Uhr

Auf der Generalversammlung des Junggesellenvereins herrschten zwischen Vorstand und Mitgliedern unterschiedliche Auffassungen über die Gestaltung des Jubiläumsfestes im Jahre 2021. Entscheidungen wurden auf eine außerordentliche Mitgliederversammlung vertagt.
Auf der Generalversammlung des Junggesellenvereins herrschten zwischen Vorstand und Mitgliedern unterschiedliche Auffassungen über die Gestaltung des Jubiläumsfestes im Jahre 2021. Entscheidungen wurden auf eine außerordentliche Mitgliederversammlung vertagt. Foto: ure

Der Vorstand des Junggesellenvereins hatte klare Vorstellungen darüber, wie die 325-Jahr-Feier 2021 ablaufen könnte. Im Wesentlichen wolle man sich an dem Jubiläum der St.-Johannesbruderschaft von 2016 orientieren, teilte Vorsitzender Maximilian Hibbe am Wochenende, der im Saal Vollmer tagenden Generalversammlung mit. Lediglich beim Freitagabend würde man eine Abweichung in Erwägung ziehen: „Das Oktoberfest ist nicht gesetzt“. Denn es wurde befürchtet, dass sich die bayrische Gaudi, die 2016 ein Schmankerl der Extraklasse war, mit der Zeit abnutze und für die Ottmarsbocholter somit in drei Jahren keine Attraktion mehr sei.

Doch es ist jetzt nicht nur der Dirndl- und Lederhosen-Spaß, der noch völlig offen ist. Die Generalversammlung stellte die gesamte Festfolge in Frage. Die Feierlichkeiten sollten gewisse Alleinstellungsmerkmale aufweisen und keine Doublette vom Jubiläum der Johannesbruderschaft werden, lautete die Ansicht, welche von vielen Anwesenden vertreten wurde. Und auch der Standort steht zur Disposition. Es wurde als wünschenswert angesehen, das Zelt nicht wie gewohnt auf der Horst aufzustellen, sondern irgendwo am Ortsrand auf einer Wiese oder einem Acker. Dieses habe den Effekt, „dass wir uns von einem gewöhnlichen Schützenfest abheben und jeder sofort sieht: Das ist was Besonderes“, argumentierten Mitglieder.

Hinsichtlich des Programms herrschte Einigkeit nur darin, dass es auf jeden Fall ein Kaiserschießen, einen Kaiserball und einen Sternmarsch samt Festakt geben soll. Aber an welchen Tagen? Es wurden Stimmen laut, das Kaiserschießen vom Samstag auf den Freitagabend vorzuziehen. Und der Sternmarsch wäre besser am Samstagnachmittag als am Sonntag untergebracht. Vorteil: Dann könnten die auswärtigen Gäste ausgedehnter und unbeschwerter feiern, weil kein Werktag folge. Und am Sonntag bliebe genügend Zeit für Gottesdienst, Kranzniederlegung auf dem Friedhof und Frühschoppen.

Während es sonst überall konkrete Alternativvorschläge gab, hängt man in der Frage des Oktoberfestes noch völlig in der Luft. Zwar zeichnete sich hier ein Trend ab, darauf zu verzichten. Aber nicht ersatzlos, wie der Vorstand betonte. Man benötige irgendeine Veranstaltung, die Geld in die Vereinskasse bringe, um das Jubiläum finanzieren zu können. Aber wann ist dafür überhaupt noch Platz in der Festfolge, wenn das Kaiserschießen womöglich am Freitagabend stattfindet?

Das einzige, was zum jetzigen Zeitpunkt wohl feststehen dürfte, ist der Termin: Das letzte August-Wochenende 2021. Er glaube nicht, dass man auch daran noch rütteln werde, sagte Maximilian Hibbe. Hinsichtlich der Festfolge und des Festplatzes habe die Generalversammlung aber gezeigt, dass es hier „noch erheblichen Diskussionsbedarf“ gebe. Und der benötige ausreichend Zeit. Entscheidungen wurden deshalb auf eine demnächst einzuberufene außerordentliche Mitgliederversammlung vertagt.

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