Sanierung verschoben: Gemeinde wartet auf Fördermittel
Steverhalle bleibt 2018 geöffnet

Senden -

Die Sanierung der Steverhalle ist verschoben. Denn der Gemeinde liegt bisher noch kein Förderbescheid des Landes vor. Voraussichtlich erst Anfang 2019 kann es losgehen. Bis dahin ist die Halle für Sport- und Kulturveranstaltungen nutzbar.

Dienstag, 17.04.2018, 17:04 Uhr

Die Steverhalle steht entgegen der bisherigen Planung nun doch bis zum Jahresende für Sport- und Kulturveranstaltungen zu Verfügung.
Die Steverhalle steht entgegen der bisherigen Planung nun doch bis zum Jahresende für Sport- und Kulturveranstaltungen zu Verfügung. Foto: Gemeinde Senden

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt: Entgegen der bisherigen Planungen kann die Steverhalle nun doch bis zum Jahresende und vielleicht sogar darüber hinaus für Schul- und Vereinssport sowie für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden. Denn die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen können voraussichtlich frühestens Anfang 2019 in Angriff genommen. Der Grund: Der Gemeinde Senden liegt nach wie vor kein Zuwendungsbescheid vor. Die Förderquote für das rund 4,6 Millionen Euro teure Projekt liegt bei 50 Prozent.

Aufgrund der langwierigen Koalitionsverhandlungen in Berlin konnte monatelang nicht über die Vergabe der bereitliegenden Fördermittel für ISEK-Maßnahmen entschieden werden, da die Regierung nur kommissarisch im Amt war (WN berichteten). Nach Auskunft der Gemeindeverwaltung muss nun zunächst noch das Land über die Verteilung der vom Bund zugewiesenen Gelder entscheiden.

„Wir sind sehr weit im Verfahren. Alles ist vorhanden, was die Gemeinde an Vorarbeit leisten kann sowohl bezüglich der Planung als auch der Beantragungen. Entschieden wird jedoch in Düsseldorf. Das sind Umstände, die wir nicht beeinflussen können“, erklärt Klaus Mende, Sachbereichsleiter der Sendener Bauverwaltung, auf Anfrage der WN. „Ende März hatten wir ein Gespräch bei der Bezirksregierung“, ergänzt sein Kollege Carsten Busche. Dort habe sich zudem gezeigt, dass das Städtebauförderprogramm stark überzeichnet sei. „Die Bezirksregierung geht davon aus“, so Busche weiter, „dass die Zuwendungsbescheide frühestens im November 2018 übergeben werden können. Zusagen zu förderunschädlichem vorzeitigen Baubeginn sollen bis dahin nicht erfolgen.“

„Alle Beteiligten sind sich darin einig, dass es Sinn macht, die Sanierung als Gesamtprojekt durchzuführen“, sagt Mende. Um die Chance auf Städtebaufördermittel für 2018 zu erhöhen, sei es jedoch ratsam, die Arbeiten in zwei Bauabschnitte aufzuteilen. Priorität habe dabei die Erneuerung des undichten Daches. Weitere Maßnahmen könnten dann im Rahmen eines Antrags auf Städtebauförderung 2019 als – wenn zeitlich möglich unmittelbare – Fortsetzungsmaßnahme beantragt werden. Über diesen Vorschlag der Verwaltung berät der Gemeindeausschuss in seiner Sitzung am Dienstag (24. April).

Auch wenn die Förderzusage für den ersten Bauabschnitt tatsächlich im November vorliegt, kann die Sanierung noch nicht sofort beginnen. Zunächst müssen die Arbeiten ausgeschrieben werden, was nach Auskunft der Gemeinde etwa fünf bis sechs Wochen dauert. Erst danach dürfen die Firmen beauftragt werden. Zeitintensiv ist auch die Produktion einiger Bauteile. So überspannen beispielsweise die Stahlträger für das Dach eine Distanz von 15 Metern, erläutert Mende.

Termine fürs zweite Halbjahr zu vergeben

„Da die Steverhalle nun doch zur Verfügung steht, wollen wir versuchen, noch das eine oder andere Highlight für das Kulturprogramm zu organisieren. Aber die Vorlaufzeiten sind knapp“, sagt Kulturamtsleiter Günter Melchers. Die Kabarettreihe, die an anderen Stellen fortgesetzt werden sollte, könne nun doch in der Halle stattfinden. Vereine, die dort in der zweiten Jahreshälfte Veranstaltungen durchführen möchten, können sich zur Terminvergabe umgehend beim Kulturamt, ' 0 25 97 / 69 98 02, melden.

„2019 wird es bei der Terminplanung für die Steverhalle aufgrund der zeitlichen Verschiebung der Arbeiten dasselbe Prozedere geben, wie in diesem Jahr“, kündigt Melchers an. sff

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Das sind Umstände, die wir nicht beeinflussen können.

Klaus Mende von der Sendener Bauverwaltung
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