Instabiles Fundament: Bauarbeiten an der Stever verzögern sich
Stillstand am Fließgewässer

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Die Baustelle am Steverufer im Bereich des Lebenshilfe-Wohnheims bleibt bis auf Weiteres liegen. Denn Gemeinde und bauausführendes Unternehmen sind sich bezüglich der Gewährleistungsfrage und entstehender Mehrkosten von rund 50 000 Euro noch nicht einig.

Montag, 30.04.2018, 16:04 Uhr

Seit Monaten stehen die Arbeiten im Bereich der Lebenshilfe still. Dort soll ein gepflasterter Aufenthaltsbereich mit Bänken entstehen, der durch eine Treppe sowie barrierefrei über eine Rampe erreichbar werden soll.
Seit Monaten stehen die Arbeiten im Bereich der Lebenshilfe still. Dort soll ein gepflasterter Aufenthaltsbereich mit Bänken entstehen, der durch eine Treppe sowie barrierefrei über eine Rampe erreichbar werden soll. Foto: sff

Eigentlich sollte der neue Aufenthaltsbereich an der Stever gegenüber des Lebenshilfe-Wohnheims schon fertig sein. Doch Fehlanzeige: Dort, wo auf einem gepflasterten Plateau Sitzbänke zum Verweile und Genießen des Fluss-Ambientes einladen sollten, prägt karger Erdboden das Bild. Denn seit Februar stehen die Bauarbeiten still. Und der von Schülern, Eltern mit Kita-Kindern, Radtouristen sowie vielen anderen genutzte Seitenweg ist bisher nur zu einem Teil gepflastert und darf offiziell nicht benutzt werden.

Sachbereichsleiter Klaus Mende und Mitarbeiter Erwin Oberhaus von der Sendener Bauverwaltung wissen um den Verdruss vieler Anwohner. Und auch ihnen ist der Stillstand an der Stever ein Dorn im Auge. „Im Januar sollte die Gründung für den neuen Aufenthaltsbereich hergestellt werden. Dort brauchen wir ein stabiles Fundament, das dauerhaft vor Hochwasserschäden und Unterspülungen gesichert ist“, berichtet Mende. Dazu sei der Boden im Vorfeld der Arbeiten untersucht und für tragfähig befunden worden. Als der Bagger in die Uferböschung eindrang, habe die ausführende Baufirma jedoch Bedenken wegen der Tragfähigkeit des Untergrunds angemeldet. „Hätten wir trotzdem einfach weitergemacht, wie vorgesehen, wäre die Gewährleistung zu 100 Prozent von der Firma auf die Gemeinde gefallen“, erläutert der Sachgebietsleiter. „Nach vielen Gesprächen haben wir jetzt endlich eine Variante gefunden, wie die Gründung sicher gestaltet werden kann. Aktuell laufen noch schwierige Nachverhandlungen“, ergänzt Oberhaus. Denn es müsse eine Spezialfirma mit den Fundament-Arbeiten beauftragt werden, Fragen der Gewährleistung und bezüglich der Mehrkosten in Höhe von voraussichtlich 50 000 Euro seien letztlich noch nicht geklärt. „Wir tun alles, was möglich ist, um die Maßnahme voranzubringen. Wir haben aber auch darauf zu achten, dass die Gelder der Steuerzahler sinnvoll eingesetzt werden“, gibt Mende zu bedenken. Einen verbindlichen Termin, wann die Arbeiten fortgesetzt werden, konnte der Sachgebietsleiter nicht nennen. Er verwies zum einem auf die noch ausstehenden Verhandlungen und zum anderen auf den Bauboom im öffentlichen wie im privaten Bereich. Trotz intensiver Bemühungen sei es derzeit schwierig, kurzfristig Firmen zu finden.

Die Baustraße über die Steverwiese müsse so lange bestehen bleiben, bis die Arbeiten abgeschlossen sind, sagt Oberhaus. Und bevor der Aufenthaltsbereich nicht fertig ist, könne auch der Geh- und Fußweg nicht gepflastert werden.

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