Ehrenamtlicher Einsatz
Engagierter Einsatz für Schloss Senden

Senden -

In der Beletage und im Obergeschoss von Schloss Senden haben hilfreiche Geister Spuren hinterlassen. Das ehrwürdige Gemäuer soll wieder zu einem echten Wahrzeichen werden.

Freitag, 18.05.2018, 12:05 Uhr

Unter fachkundiger Anleitung von Christian Kiesow (l.) haben Ehrenamtliche der Jugendbauhütte Türen und Fenster des Schlosses aufgearbeitet und wieder gangbar gemacht.
Unter fachkundiger Anleitung von Christian Kiesow (l.) haben Ehrenamtliche der Jugendbauhütte Türen und Fenster des Schlosses aufgearbeitet und wieder gangbar gemacht. Foto: sff

Hilfreiche, fleißige Geister gingen in dieser Woche drei Tage lang, von Dienstag bis Donnerstag, in Schloss Senden zu Werk: Beim mittlerweile sechsten Einsatz der Jugendbauhütte leisteten 21 junge Erwachsen rund 500 ehrenamtliche Arbeitsstunden, die dem Erhalt des historischen Gebäudes dienen.

Angeleitet wurden die 18- bis 20-jährigen Helfer aus ganz Deutschland vom Leiter der Bauhütte, Bernhard Anzalone, und von Christian Kiesow von der Deutschen Stiftung Denkmalpflege. Beide sind voll des Lobes für das Engagement der jungen Leute: „Sie denken mit, setzen sich ein, sind aufgeweckt und beobachten sehr genau“, stellt Kiesow fest.

In den vergangenen beiden Jahren hatten Teilnehmer der Jugendbauhütte Räume in insgesamt rund 2500 Arbeitsstunden das Schlosses entrümpelt, sich um die Archivierung alter Dokumente gekümmert, Gartenarbeit im Schlosspark geleistet, die Gebäudemauern von Bewuchs und Farbschmierereien befreit, bei Vermessungsarbeiten geholfen, Bestandspläne von Räumen erstellt und schützende Holzverschläge gezimmert.

Die junge Generation wird in Form eines Denkmals an das historische Erbe herangeführt.

Dr. Franz Waldmann

„In dieser Wochen haben wir insgesamt acht Türen und einzelne Fenster aufgearbeitet und gangbar gemacht, so dass sie abschließbar sind. Am Haupteingang wurde das Treppengeländer gestrichen“, berichtet Kiesow.

Doch nicht nur in der Beletage, sondern auch im Obergeschoss des Schlosses haben die hilfreichen Geister Spuren hinterlassen. „Dort haben wir entrümpelt, Teppichböden, PVC-Beläge und Spanplatten entfernt, so dass der Unterbau freigelegt ist. Nun können wir schauen, wo der historische Dielenfußboden erhalten ist und wo er saniert werden muss“, erläutert Anzalone.

Aus Sicht von Dr. Franz Waldmann, Vorstand des Vereins „Schloss Senden“, ist der Einsatz der jungen Ehrenamtlichen aus zwei Gründen „unglaublich wertvoll“: Zum einen wegen der tatkräftigen Hilfe und des „enormen materiellen Wertes“. Ebenso bedeutsam sei jedoch, hebt Waldmann hervor, „dass die junge Generation in Form eines Denkmals an das historische Erbe herangeführt wird und Identifikation entsteht. Sie tragen dazu bei, das Denkmal für die Folgegenerationen zu erhalten, die die Verpflichtung haben, es weiter zu bewahren.“

Daneben ziehen die Teilnehmer auch für sich selbst Nutzen: Für ihre Lehre oder ihr Studium erhalten sie ganz praktische Einblicke in die Arbeit der Denkmalpflege, ergänzt Anzalone, der im Herbst mit rund 20 neuen Teilnehmer zu dem dann siebten Einsatz der Jugendbauhütte am Schloss anrückt. Aus seiner Sicht wäre es sehr wünschenswert, dass sich auch junge Leute aus Senden für den Erhalt des Wahrzeichens ihrer Heimatgemeinde einsetzen. Zumal der gemeinnützige Verein „Schloss Senden“ das Gebäude in Zukunft verstärkt für hochwertige kulturelle Angebote nutzen möchte, die einer breiten Öffentlichkeit zugute kommen.

Die junge Generation wird in Form eines Denkmals an das historische Erbe herangeführt.

 Dr. Franz Waldmann
Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5746351?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F
Rotphasen sorgen für lange Staus – und für Unmut
An den beiden innerstädtischen Bahnübergängen bilden sich im Tagesverlauf immer wieder lange Staus, wenn die Ampeln Rot zeigen.
Nachrichten-Ticker