Wohnheim am Davertweg soll bis August 2019 bezugsfertig sein
Bagger schafft Platz für Inklusion

Ottmarsbocholt -

Auf dem Außengelände von Haus Davert entsteht ein Wohnheim für 24 Menschen mit Assistenzbedarf. Im August 2019 soll der Neubau bezugsfertig sein. Anschließend wird der Altbau abgerissen, um Platz für ein Senioren-Wohnprojekt zu schaffen.

Montag, 04.06.2018, 15:36 Uhr

Der Bagger hat am Montagmorgen seine Arbeit auf dem Gartengelände von Haus Davert aufgenommen. Dort soll bis zum Sommer ein Wohnheim für 24 Menschen mit Assistenzbedarf entstehen.
Der Bagger hat am Montagmorgen seine Arbeit auf dem Gartengelände von Haus Davert aufgenommen. Dort soll bis zum Sommer ein Wohnheim für 24 Menschen mit Assistenzbedarf entstehen. Foto: sff

Der Startschuss für den Neubau von Haus Davert ist gefallen. Ohne jedes Brimborium hat der Bagger Montagmorgen hinter dem Wohnheim für Menschen mit Assistenzbedarf die Arbeit aufgenommen.

„Wir rechnen mit einer 13-monatigen Bauzeit und einer voraussichtlichen Fertigstellung im Juli 2019, so dass der Bezug im August 2019 möglich wäre“, berichtete Georg Haeff auf Anfrage unserer Zeitung. Eigentlich sollte schon Ende April/Anfang Mai Baubeginn sein. „Das baurechtliche Verfahren hat jedoch etwas länger gedauert, als wir es ursprünglich eingeschätzt haben“, nennt der Architekt den Grund für die Verzögerung. Zurzeit werde das Areal auf dem sich der Garten des Altbaus befand freigeräumt, sodass danach unmittelbar die Rohbauarbeiten beginnen können.

In Haus Davert leben aktuell 17 Bewohner, der Neubau wird ein Domizil für 24 Menschen mit Assistenzbedarf: „Acht Personen leben dort in Apartments. Daneben sind vier Wohngruppen mit jeweils vier Personen vorgesehen. Jeder Bewohner erhält einen eigenen Raum mit Bad“, erläutert Haeff. Im Zeichen der Inklusion verfüge jede Wohngemeinschaft über einen Gemeinschaftsraum und ein kleine Küche, so dass „die gesetzlichen Vorgaben des Wohn- und Teilhabegesetzes erfüllt werden“, führt der Architekt aus. „Außerdem ist das Gebäude komplett barrierefrei. Es ist ein Fahrstuhl vorhanden. Und die Bewegungsflächen sind so ausgerichtet, dass bis zu zwölf Bewohner mit Rollstühlen aufgenommen werden können“, sagt Haeff.

Das neue Haus Davert bietet nicht allein Wohnraum, sondern auch Platz für die Tagesstruktur. Das mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe abgestimmte Konzept gehe davon aus, dass 16 Bewohner Werkstätten für Menschen mit Behinderungen besuchen. Die acht übrigen Bewohner sowie vier externe Besucher aus einer Außenwohngruppe werden in der Tagesstätte des Neubaus beschäftigt, erläutert der Architekt.

Auch in Sachen Energieeffizienz und Klimaschutz hat der Neubau etwas zu bieten: Die Grundversorgung des Hauses soll über ein eigenes (kleines) Blockheizkraftwerk erfolgen, so dass auch der eigene Strombedarf gedeckt werden kann, berichtet Haeff.

Sobald das neue Domizil des Sozialwerkes St. Georg fertig ist, sollen der Altbau, das ehemalige Ottmarsbocholter Krankenhaus, sowie die benachbarte Leichenhalle abgerissen werden. Denn auf dem frei werdenden Areal am Davertweg ist ein Senioren-Wohnprojekt geplant (WN berichteten).

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