Eichenprozessionsspinner
Schädlingsplage ist kaum in den Griff zu bekommen

Senden -

Rund 250 Nester des Eichenprozessionsspinners sind allein in den vergangenen beiden Woche bei der Sendener Gemeindeverwaltung gemeldet worden. Der Bauhof komme mit der Bekämpfung kaum mehr nach, hieß es im Rathaus. Professionelle Hilfe von Schädlingsbekämpfern sei aktuell nur schwer zu finden.

Mittwoch, 13.06.2018, 11:46 Uhr

Drei Mal waren in den vergangenen Wochen professionelle Schädlingsbekämpfer in der Gemeinde Senden unterwegs. In Schutzkleidung wurden Nester des Eichenprozessionsspinners abgesaugt. Parallel dazu flämmen Bauhofmitarbeiter die Nester mit Brennern ab.
Drei Mal waren in den vergangenen Wochen professionelle Schädlingsbekämpfer in der Gemeinde Senden unterwegs. In Schutzkleidung wurden Nester des Eichenprozessionsspinners abgesaugt. Parallel dazu flämmen Bauhofmitarbeiter die Nester mit Brennern ab. Foto: sff

Die Plage scheint kein Ende zu nehmen: Nester des Eichenprozessionsspinners haben sich in allen Ortsteilen der Gemeinde Senden stark ausgebreitet. Der Bauhof hat aufgrund des Ausmaßes alleine kaum mehr eine Chance, Herr der Lage zu werden.

„In den vergangenen zwei Wochen haben wir etwa 250 Meldungen aus der Bevölkerung erhalten“, berichtet Erwin Oberhaus auf Anfrage der WN. Jedem dieser Hinweise werde nachgegangen. Gleichwohl müsse die Gemeinde Prioritäten setzen bei der Bekämpfung des Schädlings, dessen giftige Brennhärchen bei Berührung zum Teil schwerwiegende allergischen Reaktionen wie asthmatische Anfälle auslösen können.

„Wir konzentrieren uns in erster Linie auf Nester an stark frequentierten Stellen, zum Beispiel an Schulen, Kindergärten, öffentlichen Gebäuden und Schulwegen. Meldungen aus dem Außenbereich können wir zurzeit leider nur nachrangig behandeln“, erläutert der Mitarbeiter des Bauamtes.

Drei Mal habe die Gemeinde Senden in den vergangenen Wochen einen professionellen Unternehmer beauftragt, Nester abzusaugen. Doch der Eichenprozessionsspinner sei nicht nur in Senden verbreitet, sondern auch in anderen Kommunen. Aus diesem Grund sei es aktuell schwierig, einen Schädlingsbekämpfer mit freien Kapazitäten zu finden. „Unser Bauhof ist unterwegs und flämmt, so wie es gängige Praxis ist, die Nester ab“, sagt Oberhaus. Schwierig und aufwendig sei die Bekämpfung höher liegender, lediglich mit einem Hubsteiger erreichbarer Nester. „Wir verfügen nur über einen Trecker mit Korb“, sagt der Mitarbeiter des Bauamtes. Er macht darauf aufmerksam, dass Nester telefonisch im Rathaus unter ✆  025 97 / 69 93 28, per E-Mail: info@senden-westfalen oder über die Senden-App gemeldet werden können.

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