Projekt „Lebendige Stever“ startet in die zweite Halbzeit
Ökologie und Hochwasserschutz im Einklang

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Noch etwa ein Jahr lang werden sich die Baumaßnahmen des Projektes „Lebendige Stever“ hinziehen. Durch die Schaffung von Rückstaubereichen und die Beseitigung von Querbauwerken sollen Hochwasserschutz und Ökologie gleichermaßen verbessert werden.

Donnerstag, 21.06.2018, 17:00 Uhr

Mit dem Regionale-Projekt „Lebendige Stever“ soll die ökologische Qualität des Flusses verbessert werden. Gleichzeitig dienen die Maßnahmen dem Hochwasserschutz des Ortes.
Mit dem Regionale-Projekt „Lebendige Stever“ soll die ökologische Qualität des Flusses verbessert werden. Gleichzeitig dienen die Maßnahmen dem Hochwasserschutz des Ortes. Foto: sff

„Halbzeit“ heißt es im Regionale-Projekt „Lebendige Stever“. Denn nach dem Startschuss im Juli 2017 wird es voraussichtlich noch ein weiteres Jahr dauern, bis das rund 4,3 Millionen teuere Vorhaben abgeschlossen ist, hieß es auf WN-Anfrage im Sendener Rathaus.

„Für die Gemeinde entstehen keine Investitionskosten, da das Projekt über Fördermittel und Ökopunkte finanziert wird“, erläutert Klaus Mende , Sachbereichsleiter der Bauverwaltung. Die Maßnahmen an Stever und Dümmer dienen sowohl der ökologischen Aufwertung der Gewässer als auch dem Hochwasserschutz des Ortes (WN berichteten).

Eine Zwischenbilanz zieht Erwin Oberhaus : „Im Moment ruhen die Arbeiten noch am ersten Bauabschnitt gegenüber dem Lebenshilfe-Wohnheim. Zurzeit wird die Statik erstellt, dann können die Betonteile und Stahlträger für den geplanten Aufenthaltsbereich in Auftrag gegeben werden“, berichtet der Projektleiter. Wegen der langen Lieferzeiten könne es voraussichtlich erst im September an dieser Baustelle weitergehen. „Wir sind aber mit der Firma im Gespräch, dass bis dahin die gesperrte Fuß- und Wegeverbindung wieder geöffnet wird“, kündigt Oberhaus an.

Weitgehend abgeschlossen sind die Maßnahmen am Bauabschnitt zwischen Hagenkamp und Siebenstücken. Dort sind die beiden Nebenarme des Flusses ausgebaggert und die Klappen des Wehres Schulze Bremer ausgebaut worden. Dadurch gewinnt die Stever ihre natürliche Gestalt zurück. „Gleichzeitig ist ein größerer Rückhalteraum für starke Regenereignisse entstanden. Und das Wasser kann schneller als bisher abfließen“, erklärt der Projektleiter. Der zeitweise als Baustellenzufahrt genutzte Weg zwischen Hagenkamp und L 844 werde asphaltiert und soll in der nächsten Woche wieder nutzbar sein.

Ein weiterer Abschnitt des sich über 3,6 Flusskilometer erstreckenden Gesamtprojektes startet in den Sommerferien. Dann wird im Bürgerpark die Böschung des Dümmers an den Grundstücken im Bereich „Droste Gärten“ verbreitert. „Vor Beginn der Arbeiten werden wir in einer Anliegerversammlung vor Ort mit den Anwohnern sprechen“, verspricht Oberhaus. Auch durch diese Maßnahme entstehe mehr Stauraum für Starkregen. Ferner diene sie der ökologischen Aufwertung des Dümmers.

Des Weiteren sind der Rückbau des Wehres am Schloss und ein Anstauen der gegenüber liegenden Teiche geplant, berichtet der Projektleiter. „Es geht darum, einen Mindestwasserstand in den Teichen zu halten, durch den der Wasserstand in der Schloss-Gräfte gesichert wird“, erläutert Oberhaus. Im letzten Projektschritt werden drei Querbauwerke in der Bauerschaft Bredenbeck aus dem Flussbett entfernt. Damit können sich Fische und anderen Lebewesen wieder frei im Fluss bewegen.

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