Schützenfest in Ottmarsbocholt
Tradition und Toleranz bilden die Basis

Ottmarsbocholt -

Ehrungen für vorbildliches Engagement und nachdenkliche Worte bei der Kranzniederlegung prägten den Schützenfest-Sonntag in Ottmarsbocholt.

Montag, 09.07.2018, 13:14 Uhr

Zahlreiche Ehrungen standen im Mittelpunkt des Frühschoppens, mit dem das Schützenfest am Sonntag ein glanzvolles Finale erlebte
Zahlreiche Ehrungen standen im Mittelpunkt des Frühschoppens, mit dem das Schützenfest am Sonntag ein glanzvolles Finale erlebte Foto: ure

Tod und Terror sind mehr denn je bittere Realität. Die Folge: „Noch nie zuvor in der Geschichte waren so viele Männer, Frauen und Kinder auf der Flucht.“ Mit diesem Leitgedanken verknüpfte Oberst Markus Möller am Sonntagmorgen seine Ansprache zur Gefallenenehrung auf dem Friedhof. Dabei erinnerte er an die Millionen von Deutschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Ostgebieten vertrieben wurden und ihre Heimat verlassen mussten. „Achtung und Toleranz gegenüber unseren Mitmenschen“ sei die unverzichtbare Basis für ein friedvolles Miteinander.

Den Abschluss bildete ein Trauergedicht. Dass geliebte Menschen irgendwann sterben, lasse sich nicht verhindern. Wohl aber, „dass sie irgendwann in Vergessenheit geraten“. Wie Schützenvereine mit ihrer uralten Tradition heutzutage umgehen sollten, darauf ging der Oberst später beim Antreten auf der Horst ein. Man müsse sich jetzt zwar anders aufstellen als noch vor 50 Jahren, „aber was wir unseren Mitgliedern dabei vermitteln, das bleibt: Vertrauen, Zusammenhalt und gegenseitiger Respekt“. Dies seien Werte, die zeigen, „was Heimat hier in Ottmarsbocholt ausmacht“.

Zum festen Bestandteil des Sonntags-Programms gehört es positive wie negative Auffälligkeiten anzusprechen. Am Freitagnachmittag hatte es den Anschein gehabt, als wenn sich alle musterhaft verhalten hätten. „Zu diesem Zeitpunkt war der Zettel für die Bestrafungen noch leer“, resümierte der Junggesellenvorsitzende Maximilian Hibbe. Doch dann ging es los: Von den Unverheirateten haben einige auf irgendeine Art und Weise „unpassend“ agiert, sodass am Sonntagmittag doch eine längere Liste von Verfehlungen entstanden sei. Vorbildliches Engagement wurde aber ebenfalls gewürdigt.

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