Kulturdezernentin des LWL besucht Schloss Senden
Vision und den Weg dorthin erkennbar machen

Senden -

Mit Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger kam eine prominente Besucherin erstmals zum Schloss Senden. Die Kulturdezernentin des LWL lobte das Engagement des Vereins, der sich Erhalt und öffentliche Nutzung des Denkmals zur Aufgabe gemacht hat. Allerdings müssten dessen Vision für das historische Gemäuer und der Weg dorthin auch den Bürgern schmackhaft gemacht werden.

Mittwoch, 11.07.2018, 11:46 Uhr

Siegerehrung am Ort des Siegermotivs: Dr. Franz Waldmann, Dr. Martina Fleßner (v.l., beide Schloss Senden e.V.), Susann Rassoul (für den dritten Preisträger Georg Kortmann), Vera Kalkhoff (Stiftung Westfalen-Initiative), erster Preisträger Klaus Falkenberg, Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger und Udo Woltering (beide LWL) sowie Herbert Franz Gruber (Jurymitglied).
Siegerehrung am Ort des Siegermotivs: Dr. Franz Waldmann, Dr. Martina Fleßner (v.l., beide Schloss Senden e.V.), Susann Rassoul (für den dritten Preisträger Georg Kortmann), Vera Kalkhoff (Stiftung Westfalen-Initiative), erster Preisträger Klaus Falkenberg, Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger und Udo Woltering (beide LWL) sowie Herbert Franz Gruber (Jurymitglied). Foto: di

Premiere für eine prominente Besucherin: Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger kam zum ersten Mal zum Schloss Senden. Jedenfalls in ihrer Funktion als Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes. Dieses Amt füllt sie seit elf Jahren aus. Westfalen-Lippe sei aber groß, sagt die Landesrätin, die sich mit ihrer Dienstlimousine in den Schlosshof fahren ließ. Als müsse sie sich entschuldigen, dass sie dieses Denkmal noch nicht in Augenschein genommen hat, fügt sie hinzu: Sie habe schon „viel von Schloss Senden gehört“ und dessen Wandel „eng verfolgt“.

Ein wunderbares Ambiente.

Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, die den „morbiden Charme“ von Schloss Senden liebt

Die Kultur-Chefin des Kommunalverbandes, der etwa die Hälfte des Bundeslandes NRW abdeckt, ist von dem historischen Gemäuer sogleich fasziniert. „Ein wunderbares Ambiente“, schmeichelt die Dezernentin ihren Gastgebern vom Verein Schloss Senden, Dr. Franz Waldmann und Dr. Martina Fleßner. Der Einsatz des gemeinnützigen Vereins sei gar nicht hoch genug einzuschätzen. Das private Engagement, so Rüschoff-Parzinger, sei „mehr als bemerkenswert“. Dass es aber schwer falle, die Bürger und Entscheidungsträger vor Ort zu überzeugen, räumte Waldmann ein. Ein Phänomen, das der Landesrätin geläufig war. Dass der „Prophet im eigenen Lande“ oftmals wenig Gehör finde, habe sie als Vorstandsvorsitzende der Droste-Stiftung und bei der Sanierung von Burg Hülshoff erlebt.

Fotowettbewerb

Das Siegerfoto des Fotowettbewerbs zum „Tag der Gärten & Parks“ in Westfalen-Lippe zeigt einen Topf mit Blumen auf der Brücke von Schloss Senden. Klaus Falkenberg aus Werne drückte auf den Auslöser und bekommt als Preisträger dafür eine Übernachtung in einem Hotel mit Park in Westfalen. Die Plätze zwei und drei gehen an Tina Wurmbach und Georg Kortmann (Münster), der ein Motiv aus dem Garten der Familie Schrey in Seppenrade auf den Chip gebannt hat. 20 Bilder von 15 Fotografen waren eingereicht worden, womit die Beteiligung gegenüber den Vorjahren zurückging.

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Dem Verein Schloss Senden empfahl die promovierte Archäologin und Dezernentin, einen Plan zu erarbeiten, wie es mit dem Denkmal wohin gehen soll. „Sie müssen Visionen erkennbar machen, um die Leute mitzunehmen“, appellierte Rüschoff-Parzinger, die zur Siegerehrung des Fotowettbewerbs „Tag der Gärten & Parks“ in Westfalen-Lippe nach Senden gekommen war.

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