Mit Kolping unterwegs:
Pedalritter erradeln Rhein-Neckar-Region

Ottmarsbocholt -

Auf Einladung der Kolpingsfamilie Ottmarsbocholt erkundeten 20 ambitionierte Radler und Radlerinnen die Rhein-Neckar-Region und genossen Landschaft sowie kulturelle Sehenswürdigkeiten.

Dienstag, 31.07.2018, 11:50 Uhr

Fast 400 Kilometer hat die Radelgruppe der Kolpingsfamilie Ottmarsbocholt bei ihrer Tour durch das Schwabenland zurückgelegt.
Fast 400 Kilometer hat die Radelgruppe der Kolpingsfamilie Ottmarsbocholt bei ihrer Tour durch die Rhein-Neckar-Region zurückgelegt. Foto: Kolping Ottmarsbocholt

Per Zug und Transporter mit Radanhänger machten sich 20 Radelnde auf Einladung der Kolpingsfamilie Ottmarsbocholt auf den Weg nach Aalen an der Kocher. Am ersten Nachmittag wurden die Altstadt und das Limesmuseum besichtigt. Mit bis zu 1000 Pferden war es eines der größten römischen Reiterkastelle nördlich der Alpen, heißt es in einer Mitteilung.

„Die nächsten zwei Tage durch den Ostalb-Kreis brachten zwar beschwerliche Anstiege mit weiten Ausblicken über die grüne Hohenloher Ebene und mit 15 und 17 Prozent gefährliche Gefällstrecken aber auch beschauliche Altstädte wie Schwäbisch Hall , Künzelsau und Forchtenberg in denen größere Pausen eingelegt wurden“, berichtet Klemens Rave .

In Bad Friedrichshall wurde die Kocher verlassen um zwischen Neckar und Neckarkanal etwas südlich der Hauptstrecke in Neckarsulm dem Deutschen Zweirad- und NSU-Museum einen Besuch abzustatten. Von der Draisine, dem ersten Laufrad, über Hochräder, bis zu Motorrädern und dem NSU-Prinz aus den Neckarsulmer-Werken waren sehr unterschiedliche Modelle ausgestellt.

Am fünften Tag ging es mit dem Neckarwasser weiter an Burganlagen und Schleusen vorbei zur Ersheimer Kapelle um auf dem Friedhof dem „Elendstein“, einer gotischen Totenleuchte, und der Ölbergszene von 1520 einen Besuch abzustatten. Über die Ende des 18. Jahrhunderts errichtete steinerne Brücke ging es mit Blick auf das Kurfürstliche Schloss zur Sightseeing-Tour mit Mittagspause nach Heidelberg hinein. Die „Quadratestadt“ Mannheim überraschte mit blumenreichen Parks, großen Freiplätzen, quirligen Einkaufsstraßen, der mit Stuckarbeiten und Deckenfresken prunkvoll ausgestatteten Jesuitenkirche und einer der größten Barockschlossanlagen.

„Am nächsten Tag brachte eine kleine Fähre uns über einen Altrheinarm Richtung Worms. Spannend war es auch in einem Brückenpfeiler zur Autobahn A 6 hinauf zu steigen und zwischen den Fahrspuren ins Rheintal zu sehen“, erinnert sich Rave. Über die Nibelungenbrücke mit ihrem monumentalem Turm radelte die Gruppe nach Worms hinein. Aus Dankbarkeit bis hier unfallfrei gekommen zu sein wurde im Kaiserdom „Großer Gott wir loben dich“ angestimmt. Durch Rheinauen führten ab hier die Mitradler

Schorsch und Hildegard Müller die Gruppe zu einem Grillabend zu ihnen nach Hause in Biblis. Sie führen die Radelnden aus dem Münsterland tags darauf auch durch ihre nähere und weitere Heimat, unter anderem zu der circa 1200 Jahre alten karolingischen Klosteranlage Lorsch mit dem Weltkulturerbe „Königshalle“.

Kleinere Reparaturen wie Probleme mit dem Akku, Festsitzen einer Bremse oder auch Speichen wechseln konnten die „Mechaniker“ der Gruppe auf der Strecke selbst lösen. Nicht nur über Radwege, auch über Kreis- und Landstraßen wurden die jeweiligen Übernachtungsorte oder Zwischenstationen erreicht.

Gekennzeichnet durch Warnleibchen und gutem Gruppenfahrverhalten sind die 20 Radler der Kolpinggruppe unter der Führung von Marianne Beuckmann und Klemens Rave nach fast 400 Kilometern unfallfrei wieder zu Hause angekommen.

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