Risiko auf Spielplatz: Glas und Müll nehmen zu
Scherben stecken im Spielplatzsand

Senden -

Das Thema ist ein „Evergreen“: Abfall oder Scherben ärgern Anwohner und gefährden Kinder. Dass Glas zerdeppert oder Hausmüll illegal entsorgt wird, nimmt aber immer mehr zu. Dieses Fazit zieht Peter Niermann vom Bauhof, der Behälter leert und für Ordnung sorgt.

Freitag, 31.08.2018, 13:24 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 31.08.2018, 06:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 31.08.2018, 13:24 Uhr
Die Müll-Massen nehmen zu: Peter Niermann leert Abfalleimer von Spielplätzen sowie in Parks und Anlagen aus. Dass auf Spielplätzen – wie hier am Walskamp – Glas zerdeppert wird, findet der Bauhof-Mitarbeiter besonders bedenklich.
Die Müll-Massen nehmen zu: Peter Niermann leert Abfalleimer von Spielplätzen sowie in Parks und Anlagen aus. Dass auf Spielplätzen – wie hier am Walskamp – Glas zerdeppert wird, findet der Bauhof-Mitarbeiter besonders bedenklich. Foto: di

Sommerzeit gleich Scherbenzeit. Diese Gleichung stimmt, bestätigt Peter Niermann vom Bauhof. Der noch weitere Variablen in die „Abfallformel“ für den Außenbereich aufnimmt: Bei gutem Wetter mit lauen Nächten steigt das Aufkommen in den Behältern und querbeet in den Anlagen an. Das gilt aber auch generell. Denn zerdeppertes Glas oder andere Hinterlassenschaften nehmen immer mehr zu, lautet das Fazit von Niermann und Kollegen.

Gerade erst haben kaputte Bierflaschen und Zigarettenkippen auf dem Spielplatz am Walskamp für Ärger gesorgt. Anwohner und Nutzer des Areals quittieren die gefährlichen Spuren nächtlichen „Freizeitvergnügens“ mit Kopfschütteln, Empörung oder regen sich über die Respektlosigkeit auf. Denn die Flaschen mit abgeschlagenen Köpfen und die Scherben im Spielplatzsand bergen erhebliche Risiken für die Kinder, die sich dort unbekümmert austoben wollen.

Kontrolle

Beim Zustand der Spielgeräte überlässt die Gemeinde nichts dem Zufall. Thomas Gnegel vom Bauhof, der eigens für diese Aufgabe geschult wurde, klappert alle 45 Spielplätze im gesamten Gemeindegebiet mindestens einmal pro Woche ab, schaut bei der Technik der Geräte nach dem Rechten und geht gegen eine möglich Müllflut vor. Auch hier gilt: Hinweise im Bauamt sind willkommen unter  0 25 97/699 328.

...

„Es wird immer mehr“, zieht Niermann als Resümee. Dabei meint er nicht nur Glas, das Spielflächen oder Wege (wie die Rampe zur Fußgängerbrücke über die B 235) übersät, sondern auch die Unart, Hausmüll in den Anlagen zu entsorgen. Diese schlechte Angewohnheit „breitet sich aus“, haben Niermann und seine Kollegen vom Bauhof festgestellt. Das rund ein Dutzend köpfige Team hat einiges zu tun, die Flächengemeinde Senden – samt Ortsteile 109 Quadratkilometer – auf Vordermann zu halten.

Trotz Aufgabenfülle und Fläche nimmt die Gemeinde die Hinweise auf Müll oder auf Defekte bei Spielgeräten sehr ernst. „Ein Anruf – und der Bauhof ist da“, verspricht jedenfalls Erwin Oberhaus , der bei der Bauverwaltung das Thema Grünflächen koordiniert. Nur, die Bürger sollten ihre Informationen auch an die Gemeinde weitergeben, bittet Oberhaus.

Wir gehen allen Hinweisen nach.

Erwin Oberhaus vom Bauamt

Dafür stehen viele Wege zur Verfügung. Nicht nur Telefon – was immer noch „ein schneller und direkter Weg“ ins Rathaus ist, wie es im Bauamt heißt – , sondern auch per Mail sind Hinweise willkommen. Durch die neue Senden-App auf dem Smartphone wird der Austausch noch erleichtert. Die Informationen, die dort eingehen, „kommen an und es wird ihnen nachgegangen“, beteuert Oberhaus.

Im Fall des Walskamp-Spielplatzes haben die Anwohner sich nicht nur geärgert und via Facebook echauffiert. Sondern sie haben selbst Einsatz gezeigt – und den heiklen Abfall auch entsorgt. Bevor sich Kinder blutige Füße oder Hände zuziehen – beim Spielen.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6013038?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F
Die Woche startet meist trocken und sonnig
Sonniges Celle: Eine Frau entspannt sich im Französischen Garten.
Nachrichten-Ticker